Der Amphitruo des Plautus behandelt den Mythos von der Geburt des Hercules als Verwechslungskomödie, bei der Iuppiter nicht nur die Gestalt des Amphitruo annimmt und dessen Frau Alcumena schwängert, sondern bei der sich beide Amphitruonen am Ende sogar gegenüberstehen. Da sich die beiden auf dem Weg dorthin Alcumena gegenüber ganz unterschiedlich verhalten, glaubt diese bald, ihr Mann habe den Verstand verloren – ebenso wie Amphitruo glaubt, seine Frau sei nicht mehr bei Sinnen. Auch Amphitruos Sklave Sosia hat einen Doppelgänger in dem Gott Mercurius, der nicht nur versucht, ihn bei seinem Herrn unbeliebt zu machen, sondern auch dafür sorgt, dass Sosia an seiner Identität zweifelt.

Plautus lässt Mercurius dieses Stück im Prolog eine tragicomoedia nennen, und so bleibt einem, wenn man dem Menschen als Spielball der Gottheit zusieht, manches Mal beinahe das Lachen im Halse stecken – aber nur beinahe, denn bevor sich ein ernster Gedanke zu Ende denken lässt, ist man schon wieder mit dem nächsten Witz konfrontiert.

Aufführungen

  • Donnerstag, 15. August 2019, 14.00 Uhr, P 1, JGU Mainz
  • Donnerstag, 17. Oktober 2019, 19.30 Uhr, P 1, JGU Mainz

Hier ein Ausschnitt (Amphitruo IV 3) aus der Aufführung vom 17. Oktober 2019. Bei Interesse an der Aufzeichnung der gesamten Aufführung wenden Sie sich an Dr. Daniel Groß (groda@uni-mainz.de).

https://video.uni-mainz.de/Panopto/Pages/Viewer.aspx?id=112bae9d-98da-4ad3-995c-acb000f8f483&start=0

Ensemble

Plautus, Casina (2017)

Die Casina des Plautus ist unsere erste Inszenierung und das Stück, das den Casinisten ihren Namen gegeben hat.

Für die Aufführung gerade der Casina haben wir uns aus zwei Gründen entschieden: Sie wird heute eher selten aufgeführt und ist im Hinblick auf Handlung und Humor für heutige Zuschauerinnen und Zuschauer recht zugänglich, was längst nicht für alle antiken Komödien gilt. Was derben Witz angeht, darf man allerdings nicht empfindlich sein. Die Handlung ist übersichtlich:

Vor der Tür eines Hauses in Athen liegt ein Findelkind, die kleine Casina, die als Sklavin des Ehepaares Lysidamus und Cleustrata aufgezogen wird und sich zu einer attraktiven jungen Frau entwickelt. Euthynicus, der Sohn des Hauses, verliebt sich in sie und möchte sie heiraten. Doch auch Lysidamus hat ein Auge auf Casina geworfen, schickt seinen Sohn fort und will seinen Sklaven Olympio mit Casina verheiraten: Er hofft darauf, die Ehefrau seines Sklaven zu seiner Konkubine machen zu können. Cleustrata jedoch ahnt, was Lysidamus vorhat, und schickt ihren Sklaven Chalinus ins Rennen um die Hochzeit mit Casina…

Aufführungen

  • Dienstag, 13. Juni 2017, 15.30 Uhr, Drusussaal, Zitadelle Mainz
    Bericht im JGU-Magazin
    Bericht im SWR2
  • Mittwoch, 14. Juni 2017, 19.00 Uhr, Drusussaal, Zitadelle Mainz
  • Donnerstag, 30. November 2017, 20.30 Uhr, Ketteler-Kolleg Mainz
    (Fachtagung „Perspektiven für den Lateinunterricht“)

Hier ein Ausschnitt aus der Aufführung vom 13. Juni 2017. Bei Interesse an der Aufzeichnung der gesamten Aufführung wenden Sie sich an Dr. Daniel Groß (groda@uni-mainz.de).

https://video.uni-mainz.de/Panopto/Pages/Viewer.aspx?id=48f00b4c-64a2-4c80-bb26-acae010c35c0&start=0

Ensemble

Aktuell sind keine Aufführungstermine geplant.

Wer Fragen hat oder mitspielen möchte, wende sich bitte an Dr. Daniel Groß (groda@uni-mainz.de).