| Name/Position | Raum | Sprechzeiten | Telefon | ||
| Althoff | Jochen Althoff Univ.-Prof. Dr. (Lehrstuhl Gräzistik) | 03-576 | Mi 12-13, bitte per E-Mail anmelden | 3922116 | jalthoff@uni-mainz.de |
| Ambühl | Annemarie Ambühl Apl. Prof. Dr. | 03-566 | n.V. | 3922665 | ambuehl@uni-mainz.de |
| Arzt | Simone Arzt (Sekretärin) | 03-575 | Mo-Mi 11-13 | 3922335 | klass.phil@uni-mainz.de |
| Berrens | Dominik Berrens PD Dr. (DFG-Projektmitarbeiter) | 03-576 | n.V. | 3928097 | dberrens@uni-mainz.de |
| Blümer | Wilhelm Blümer Univ.-Prof. Dr. | 03-567 | digital n.V. per E-Mail | 3922666 | bluemer@uni-mainz.de |
| Breuer | Johannes Breuer PD Dr. (Akademischer Direktor) | 03-552 | n.V., gerne auch digital per MS Teams | 3922785 | breuerj@uni-mainz.de |
| Brinker | Wolfram Brinker Dr. (Akademischer Direktor) | 03-555 | n.V. per E-Mail | 3923140 | brinker@uni-mainz.de |
| Choitz | Tamara Choitz Apl. Prof. Dr. | 03-554 | – | – | Tamara.choitz@googlemail.com |
| Epstein | Katharina Epstein (Abel-Projektmitarbeiterin) | – | – | – | kaepstei@uni-mainz.de |
| Ferella | Chiara Ferella Dr. (Kollegiatin GRK 1876 / Postdoc) | – | n.V. | – | ferella@uni-mainz.de |
| Gindhart | Marion Gindhart Apl. Prof. Dr. (Trägerkreis GRK 1876) | Hegelstr. 59 | – | 3938483 | gindhart@uni-mainz.de |
| Greco | Gabryel Emanuele Greco M. Ed. (Assistent Walde) | 03-582 | n.V. | 39 30624 | gagreco@uni-mainz.de |
| Groß | Daniel Groß Dr. (Akademischer Direktor/Studienmanager) | 03-554 | n.V. | 3922787 | groda@uni-mainz.de |
| Heinemann | Matthias Heinemann (DFG-Projektmitarbeiter) | 03-582 | n.V. | 3922784 | heinemam@uni-mainz.de |
| Kersten | Markus Kersten Prof. Dr. | 03-574 | n.V. | 3930663 | mkersten@uni-mainz.de |
| Löbcke | Konrad Löbcke | – | – | – | koloebcke@uni-mainz.de |
| Lutz-Hornung | Ilka Lutz-Hornung StR’ (Fachdidaktik) | 03-554 | n.V. | 39 31256 | ilutzhor@uni-mainz.de |
| Mach | Jonas Konstantin Mach M.Ed. (Assistent Althoff) | 03-555 | n.V. | 3927936 | jmach@uni-mainz.de |
| Maisuradze | Giorgi Maisuradze, M.A. (Prüfungsmanager) | 03-558 | Mo 9-11 und Do 9-11 | 3922587 | maisurad@uni-mainz.de |
| Müller | Gunthard Müller (Lehrbeauftragter) | 03574 | n.V. | 017682109431 | muellgu@uni-mainz.de |
| Reitze | Bastian Reitze Dr. | – | – | – | reitzeb@uni-mainz.de |
| Roth | Silke Roth Dr. (Lehrveranstaltungs-managerin) | 03-558 | n.V. | 3927176 | Roth@uni-mainz.de |
| Schirner | PD Dr. Rebekka Schirner (DFG-Projektmitarbeiterin) | 03-567 | n.V. | 3928970 | schirner@uni-mainz.de |
| Stachon | PD Dr. Markus Stachon (DFG-Projektmitarbeiter) | 03-566 | n.V. | – | mstachon@uni-mainz.de |
| Walde | Christine Walde Univ.-Prof. Dr. (Lehrstuhl Latinistik / Studiengangsbeauftragte Latein) | 03-585 | n.V. | 3922786 | waldec@uni-mainz.de |
| Walter | Jochen Walter Dr. (Akademischer Oberrat) | 03-552 | n.V. | 3928972 | walterj@uni-mainz.de |
Diese Seite befindet sich im Umbau!
Lucan-Bibliographien:
Lucan-Bibliographie: Neuerscheinungen 2008-2013
Lucan-Bibliographie: Ergänzungen zur Gesamtbibliographie (bis 2007)
Lucan-Bibliographie: Neuerscheinungen 2006-2007
Lucan-Gesamtbibliographie (alphabetisch)
Lucan-Gesamtbibliographie (chronologisch)
Bibliographie zur Überlieferung und Rezeption von Lucans „Bellum Civile“
Tagungen:
25./26.09.2018: Seminari Lucanei I. In memoria di Emanuele Narducci. Seminario organizzato dal Dipartimento di Studi Umanistici dell’Università degli Studi di Salerno (Programm).
06.11.2020: Titubanti Testi
Am Freitag, dem 06.11., fand ab 18 Uhr eine digitale Veranstaltung der von Marco Formisano (Universität Gent) organisierten Reihe Titubanti Testi mit Mainzer Beteiligung statt: Christine Walde und Matthias Heinemann sprachen zu Lucan 1,67-86. Die Aufzeichnung der Veranstaltung ist hier als Youtube-Video abrufbar.
Mainzer Forschungsarbeiten
J. Breuer, Rhetorik und Religion. Die Bewertung und Nutzung paganer Wissensfelder bei Arnobius von Sicca (Altertumswissenschaftliches Kolloquium. 29), Stuttgart 2021.
Der zum Christentum konvertierte Rhetoriklehrer Arnobius von Sicca verfasste um 300 n. Chr. die Schrift Adversus nationes, die ein zentrales Zeugnis der intellektuellen Auseinandersetzung der frühen Christen mit der ihnen großenteils feindlichen Umwelt darstellt. Nach Überlegungen zum Spannungsfeld „Antike und Christentum“ und zur literarischen Form des Werkes ermittelt Johannes Breuer die arnobianische Theorie und Praxis des Umgangs mit den antiken paganen Wissensfeldern Rhetorik, Philosophie und Dichtung. Dabei erweist sich die Analyse des Werkes unter funktionalen, forensisch-rhetorischen Kriterien (unter Einbezug des Prosarhythmus) als zentraler hermeneutischer Schlüssel zu einem neuen Verständnis der in der Forschung oftmals kritisierten Schrift.
E. Groth, uocis pura sinceritas. Untersuchungen zum Prosarhythmus im Corpus Cyprianaeum (Studien zur Geschichte und Kultur des Altertums. 28), Paderborn 2021.
Die Kunstprosa des Märtyrerbischofs Cyprian von Karthago war für zahlreiche spätantike und mittelalterliche Autoren stilbildend. Die Analyse seiner Rhythmuspraxis und des Verhältnisses von Form und Inhalt zeigt die bewusste Nutzung der Stilmittel für die Glaubensverkündigung. Ausgehend von der statistischen Analyse des Gesamtwerks bietet die Interpretation ausgewählter Texte weitgehende Einsichten in das literarische Schaffen Cyprians. Außer den als echt geltenden Abhandlungen und Briefen werden auch die pseudocyprianischen Schriften hinsichtlich des Prosarhythmus untersucht.
Die separat publizierte kolometrisch-rhythmische Gesamtausgabe der Schriften Cyprians findet sich hier: E. Groth, kolometrische Analysen zu Cyprian
S. Komenda, Formen und Funktionen des ciceronianischen Prosarhythmus, Baden-Baden 2021.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Prosarhythmus Ciceros in einer konkreten kolometrischen Analyse und zieht ihn zur kontinuierlichen Textinterpretation heran. Kernthese ist, dass die lateinischen Wortakzente eine konstitutive Bedeutung bereits für den Prosarhythmus im klassischen Latein haben, sodass auch im Falle Ciceros im Wesentlichen ein Set von fünf sogenannten „Klauseln“ ausreichend für eine inhaltsgetragene prosarhythmische Analyse ist (im Zusammenhang der Trias compositio – concinnitas – numerus).
Senecas Epistulae morales stellen nicht nur ein einflussreiches Werk der lateinischen Literatur, sondern auch ein zentrales Zeugnis der römischen Philosophie dar. Trotz ihrer Bedeutung weist die Forschung zu den Epistulae noch einige Lücken auf. Es fehlt vor allem an Kommentaren, die systematisch einzelne Bücher erschließen.
Insgesamt sind 124 Briefe von Seneca an einen Adressaten namens Lucilius auf uns gekommen, die sich auf 20 Bücher unterschiedlicher Länge verteilen. Schon lange hat man in der Anordnung der Briefe eine Progression von tendenziell kürzeren Briefen mit einfachen Inhalten zu immer längeren und komplexeren Texten erkannt. Es ist zudem anzunehmen, dass der Buchstruktur eine literarische und inhaltliche Bedeutung zukommt, wie man es für andere Briefbücher ebenso wie etwa für Epigrammbücher schon länger erkannt hat. Dennoch liegen für Senecas Episteln vor allem solche Kommentare vor, die eine Auswahl an Briefen bieten und die somit die Buchstruktur sowie die Progression nicht ausreichend beachten. Nicht zuletzt aufgrund dieses eklektischen Zugangs stellt sich auch die Erforschung der einzelnen Briefe als heterogen dar, weil einige Episteln wesentlich mehr Aufmerksamkeit erfahren haben als andere.
Diese Forschungslücke wird in jüngerer Zeit zunehmend geschlossen, sodass für die Bücher 1 bis 4 sowie für den Beginn von Buch 6 inzwischen Kommentare vorliegen. Buch 5 ist aber noch nicht entsprechend erschlossen. Dies ist umso bedauerlicher, als dieses Buch Fragen und Themen aufwirft, die für das Gesamtwerk von Bedeutung sind. In erster Linie ist hier an die Figur des Lucilius zu denken, die in diesem Buch deutlicher an Kontur gewinnt. Zudem erweist sich das Buch hinsichtlich seiner Struktur als besonders kohärent, weshalb es sich anbietet, um nachzuspüren, mit welchen Mitteln diese Kohärenz hergestellt wird.
Das Projekt wird diese und andere Fragestellungen in einem Band zum 5. Buch der Epistulae morales behandeln und so die erwähnte Forschungslücke schließen. Dazu sollen die elf Briefe (Ep. 42–52) dieses Buches erstmals umfassend und zusammenhängend durch eine Einleitung und einen wissenschaftlichen Kommentar erschlossen werden. Zudem wird der Band durch einen Lesetext und eine deutsche Übersetzung begleitet werden. Zusätzliche Vorträge und Aufsätze werden übergreifende Fragestellungen etwa zur Struktur des Gesamtcorpus in den Blick nehmen und so die anhand des 5. Buches gewonnen Erkenntnisse einordnen.
Kontakt: PD Dr. Dominik Berrens (dberrens@uni-mainz.de)
https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/516319177
Res gestae
Publikationen:
- Rezension von: Graver, M.: The Literary Philosopher, Cambridge University Press: Cambridge 2023, in: Classical Review 74.1 (2024), 108-110 (DOI: 10.1017/S0009840X23002196).
- Nullum est animal altero doctius. Insects in Seneca’s Philosophical Texts, in: Marciniak, P. (Hrsg.): Insects in the Pre-Modern World, Berlin/Boston (beim Herausgeber).
- The Structure of Seneca’s Epistulae morales and the Construction of the Addressee, in: Latomus 84.3 (2025), 438–452 (DOI: 10.2143/LAT.84.3.0000000).
- Wie kommuniziert Otanes mit seiner Tochter. Überlegungen zu Hdt. 3,68f., in: Wiener Studien 138 (2025), 21–32 (DOI: 10.1553/wst138s21).
- Lucilius als Autor. Überlegungen zu Brief 46 der Epistulae morales, in: Millennium 22 (2025), 1–13 (open access, DOI: 10.1515/mill-2025-0002).
Vorträge:
- 18.05.2023: Letters from the Practice: Didactics, Polemics, and Self-Fashioning in Early Modern Epistolae medicinales; Tagung: Ancient – Medieval – Early Modern Latin & Greek Letter Collections. Methodological and Thematic Intersections, Durham University.
- 06.07.2023: Nullum est animal altero doctius – Insekten in Senecas philosophischen Schriften; Tagung: Insects in the Premodern World, Ludwigs-Maximilians-Universität München/MZAW.
- 13.07.2024: Lucilius als Autor. Überlegungen zu Brief 46 der Epistulae morales; Mittelrheinisches Symposion, Goethe-Universität Frankfurt.
- 21.10.2024: Die Struktur von Senecas Epistulae morales und die Konstruktion des Adressaten; Semestereröffnung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
„Ich bin nicht kompliziert, Du verstehst mich nur nicht.“ – Namika 2016
„Ich bin nicht kompliziert, Du verstehst mich nur nicht.“ – Namika 2016 oder Cicero 1. Jh. v. Chr. (?)
Cicero ist bekannt für seine langen und meist auch verschachtelten Sätze, bei denen man am Ende eines Satzes nicht mehr weiß, worüber er am Anfang überhaupt gesprochen hat.
Aber warum schreibt Cicero so und nicht anders oder einfach einfach? Genau an dieser Stelle kann eine Textanalyse auf Grundlage des Prosarhythmus ansetzen und Schülerinnen und Schüler bei Übersetzung und Interpretation unterstützen.
Durch die Aufspaltung eines einzelnen Satzes in sinngemäße Kola können auch schwierigere Satzstrukturen und grammatische Phänomene in ihrer Komplexität aufgebrochen werden. Da die Kola meist nur aus wenigen Wörtern bestehen, wird die Übersicht über die einzelnen Sinneinheiten und damit die Übersetzung erleichtert.
Danach werden die Kolonenden auf Grundlage von festgelegten Regeln in verschiedene Rhythmen eingeteilt, die als Cursus-Formen oder Klauseln bezeichnet werden. Daraus kann eine Interpretation, mindestens aber ein Ansatz hervorgehen. Dies trifft sowohl auf theoretische Schriften, als auch auf (politische) Reden zu.
Cicero soll den Einstieg in die Welt des Prosarhythmus bilden, da er derjenige unter den Schulautoren ist, der ihn am intensivsten genutzt hat.
Auf dieser Homepage finden sich eine Reihenplanung mit Anmerkungen zur Umsetzung sowie lateinische Texte, die in verschiedenen Binnendifferenzierungsstufen aufbereitet wurden.
Wir wünschen viel Spaß bei der Anwendung! 🥳
Marie Döngi, Johanna Felicitas Ehmer, Maira Kathrin Kleemann
Cicero: In Catilinam 4
Hier finden Sie die Reihenplanung und die Materialien.
Für Bild 1 (Stunde 1) schlagen wir folgendes Bild vor: https://images.app.goo.gl/7NAPLXFiBazeG8Xp6.
Für Bild 2 (Stunde 3) schlagen wir folgendes Bild vor: https://images.app.goo.gl/o2RqLFmTWATaFiUD8.
Laelius de amicitia 1-2
Stay tuned!
Quintilian
Stay tuned!
vom Gutenberg Lehrkolleg (GLK) als „Innovatives Lehrprojekt“ gefördert (2016-2017)
Hier geht es zur Lateinischen Theatergruppe.
Projektbeschreibung
Homer, Platon, Aristoteles, Cicero, Vergil, Ovid: Wer Klassische Philologie studiert, weiß, welche Befriedigung das Lesen, Verstehen und Interpretieren derjenigen Autoren bietet, die das Fundament der Weltliteratur mitbilden. Auch die eigene aktive Sprachkompetenz wird an diesen Klassikern der „hohen“ Literatur geschult und in schriftlicher Form überprüft. Dabei besteht jedoch die Gefahr, einen wesentlichen Bestandteil der antiken Kultur aus den Augen zu verlieren: Das gesprochene Latein, die Sprache und Kultur des römischen Alltags sind nur selten Gegenstand des universitären Unterrichts. Hier setzt das Projekt „Aufführung eines antiken Dramas in Originalsprache“ an, das der Etablierung einer Lateinischen Theatergruppe und damit eines Alleinstellungsmerkmals des Instituts für Altertumswissenschaften der JGU dient: Eine Lateinische Theatergruppe unter der Leitung eines Lehrenden existiert an keiner anderen deutschen Universität. In drei Lehrveranstaltungen soll innerhalb von zwei Semestern eine lateinische Komödie in Originalsprache auf die Bühne gebracht werden. Durch Einüben und das aktive Sprechen der plötzlich ganz lebendigen lateinischen Sprache erweitern die Studierenden ihre Sprachkompetenz, fördern durch das Auftreten auf der Bühne und die Interaktion miteinander gerade diejenigen persönlichen und sozialen Kompetenzen, die große Bedeutung nicht nur für den Lehrerberuf haben, und bekommen Einblicke in die im Fach wenig beachtete römische Alltagssprache und -kultur. Zugleich entkommt die römische Komödie dem Schattendasein, das sie als vermeintlich belanglose Gattung in der deutschen Forschung und Lehre fristet und das v.a. auf eine unangemessene Rezeption zurückzuführen ist: Antike Komödien sind keine Lesestücke, sondern entfalten erst auf der Bühne ihr Potential. Für eine möglichst große Breitenwirkung soll während der Aufführung eine von den Studierenden angefertigte Übersetzung in Übertiteln eingeblendet werden. Dieses Modell ist auf andere Fächer übertragbar, die sich mit fremdsprachlichen Dramentexten vor allem älterer Sprachstufen beschäftigen.
Kontakt
Dr. Daniel Groß; groda@uni-mainz.de
„Religion“ und „Gewalt“ sowie ihre möglichen Interdependenzen sind zentrale Felder des zeitgenössischen Diskurses, obwohl (oder gerade weil?) sich beide Begriffe einer abschließenden Definition bekanntlich verweigern.
Schon in der Antike wird in den verschiedensten Epochen und Textgattungen ein Zusammenhang zwischen Religion (im weitesten Sinne) und Gewalt immer wieder konstatiert bzw. konstruiert und evaluiert. In den Fokus dieser Tagung sollen die Modi und Herangehensweisen gestellt werden, mit denen Autoren Gewalt in der Antike religiös legitimieren oder delegitimieren. Wir möchten ein möglichst breites Spektrum an Sichtweisen sowie Fallbeispielen integrieren und dadurch einen fruchtbaren interdisziplinären Austausch fördern.
Kontakt und weitere Informationen: PD Dr. Johannes Breuer (breuerj@uni-mainz.de) / Dr. Jochen Walter (walterj@uni-mainz.de)
Die Historien des Gregor von Tours gehören zu den wichtigsten literarischen Zeugnissen und historischen Quellen für die Zeit des Überganges von der Spätantike zum frühen Mittelalter. Das Urteil der Forschung über die lateinische Literatur und Sprache der ersten Jahrhunderte des Frankenreiches fällt oft sehr negativ aus. Auch die Herausgeber der maßgeblichen Ausgabe der Historien, Krusch/Levison, gehen davon aus, dass auch der Urtext Gregors nur in schlechtem Merowingerlatein abgefasst worden sein könne. Ein solches Bild wird dann auch durch die rekonstruierte Textfassung geboten, auch wenn viele Handschriften einen wesentlich besseren Text bieten. Zwar wurde immer wieder Kritik an dieser Vorgehensweise geübt, doch eine neue Edition der Historien wurde noch nicht vorgelegt. Die grundlegende Frage, der sich die Herausgeber einer neuen Edition stellen müssen, ist diejenige nach dem Zustand der Sprache Gregors. Als ein geeigneter Indikator für das stilistische Können eines Autors bzw. auch für die Qualität seiner Sprache kann u.a. auch eine Analyse des sog. Prosarhythmus dienen. Erste Vorarbeiten haben nachgewiesen, dass der Bischof von Tours durchaus Wert auf eine stilistisch-rhythmische Ausgestaltung legt. Dies liefert ein wichtiges Argument für eine positive Beurteilung seines Bildungsstandes und unterstützt die Forderung nach einer neuen Edition.
In diesem DFG-Projekt sollen eine digitale kritische Edition und eine textgetreue Übersetzung des zweiten Buches der Historien erstellt werden, deren Publikation über die digitale Infrastruktur der Monumenta Germaniae Historica erfolgen wird. Auch die Handschriftentranskriptionen und -kollationen werden nach Projektabschluss online publiziert. Flankierend werden umfassende kolometrisch-rhythmische Analysen der in den Kollationen abgebildeten Textfassungen vorgenommen und ausgewertet; die Ergebnisse werden in einer eigenen Publikation veröffentlicht. Durch die Edition des zweiten Buches sollen die Weichen gestellt werden für ein Langfristvorhaben, in dem eine Gesamtausgabe der Historien und ein historisch-archäologischer Kommentar vorgelegt werden.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
PD Dr. Rebekka Schirner
Prof. Dr. Wilhelm Blümer
Finanzierung
DFG
(Dr. Katharina Epstein, kaepstei@uni-mainz.de)
Projektbeschreibung
„Im Alter von zehn Tagen sind das Küken und alle seine Teile bereits gut sichtbar.“ Hist. an. VI, 561 a 26f.
Ziel des Projektes ist die Übersetzung und Kommentierung von Aristoteles‘ Historia animalium, Bücher VI und VII. In diesen Büchern (wie auch bereits in Buch V) befasst sich Aristoteles mit der Reproduktionsbiologie der Tiere (Buch VI) und des Menschen (Buch VII). Themen sind beispielsweise die Embryologie des Kükens, lebendgebärende Haifische, „spontan entstehende“ Fische, schlagartig anwachsende Mäusepopulationen, die menschliche Pubertät und der unterschiedliche Verlauf von Schwangerschaften in Ägypten und Griechenland. Berühmte Entdeckungen sind z.B. der „springende Punkt“, also das schlagende Herz des wenige Tage alten Hühnerembryos, und die Dottersackplacenta das Glatthais.
Diese grundlegenden Texte über die Fortpflanzung werden aus altphilologischer wie aus biologischer Perspektive erschlossen. Welche sind die relevanten altphilologischen (inkl. wissenschaftlich-philosophischen) Hintergründe des Textes? Wie sieht der beschriebene Sachverhalt aus Sicht der heutigen Biologie aus? Daraus ergeben sich wertvolle Einsichten über den Stand der Biologie damals und heute, nebenbei aber auch interessante Details über den Alltag von Mensch und Tier in der griechischen Antike.
Eine Einleitung in Historia animalium V-VII findet sich in K. Epstein, Aristoteles. Historia animalium Buch V. Übersetzt, eingeleitet und kommentiert, Berlin-Boston 2019.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Dr. Katharina Epstein (Projektleitung)
Finanzierung
Karl und Gertud Abel-Stiftung
Bild: Louvre Museum, Public Domian via Wikimedia Commons
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Fish_plate_Louvre_K588.jpg
Studienbüro Altertumswissenschaften
Klassische Philologie
| Funktion | Ansprechpartner/in | Sprechstunde | Kontaktdaten |
| Studienmanager | Dr. Daniel Groß | nach Vereinbarung | Philosophicum, 03-554 06131 39-22787 groda@uni-mainz.de |
| Lehrveranstaltungsmanagerin | Dr. Silke Roth | Do 10-11 u.n.V. | Philosophicum, 03-558 06131 39-22587 roth@uni-mainz.de |
| Prüfungsmanager | Giorgi Maisuradze, M.A. | Mo 9-11 Do 9-11 | Philosophicum, 03-558 06131 39-22587 maisurad@uni-mainz.de |
Prof. Dr. Jochen Althoff (Griechisch)
Prof. Dr. Christine Walde (Latein)
PD Dr. Johannes Breuer
Tel.: 06131 39-22785
breuerj@uni-mainz.de
Dr. Daniel Groß (Studienmanager)
Tel.: 06131 39-22787
groda@uni-mainz.de
Dr. Jochen Walter
Tel.: 06131 39-22785
walterj@uni-mainz.de
Dr. Wolfram Brinker (Sprachbeauftragter Altgriechisch/Latein und Graecum/Latinum)
Tel.: 06131 39-23140
brinker@uni-mainz.de
Weitere Informationen zu Graecum und Latinum finden Sie hier.
Unsere Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2026 finden Sie im Vorlesungsverzeichnis.
Hier können Sie die Studienbibliographie herunterladen, die Ihnen bei der Literaturrecherche mit zahlreichen, thematisch sortierten Grundlagenwerken eine wichtige Orientierung bieten soll.
Willkommen auf der „Seite der offenen Tür“ der Latinistik in Mainz!
Der Fachschaftsrat der Klassischen Philologie informiert über die Besonderheiten des Lateinstudiums in Mainz.
Vorlesung Apl. Prof. Dr. Annemarie Ambühl: Catull: Die längeren Gedichte (61-68)
In der aktuellen lateinischen Vorlesung von Prof. Dr. Annemarie Ambühl geht es um Catull: Die Vorlesung widmet sich nach einer Einführung in Catulls Leben und Werk vor allem den längeren Gedichten (Carmina 61-68). An diesen vielschichtigen Kunstwerken, durch die sich leitmotivisch die Themen Liebe, Verlust und Trauer ziehen, lassen sich zentrale Aspekte von Catulls Poetik aufzeigen, wie die intertextuellen Bezüge zu verschiedenen Gattungstraditionen, das Verhältnis zur alexandrinischen Dichtung und der experimentelle Umgang mit literarischen Techniken. Neben literaturwissenschaftlichen Fragen soll ein weiterer Fokus auf der kulturwissenschaftlichen Kontextualisierung liegen (Konstruktionen von Genderrollen, religiöse und politische Bezugsrahmen). Zudem wird auch die Rezeption dieser Texte insbesondere in der römischen Liebeselegie und der augusteischen Dichtung in den Blick genommen.
Hier finden Sie die Folien der ersten drei Sitzungen:
V Catull, 1. Sitzung (03.11.2020): Catulls Leben und Werk
V Catull, 2. Sitzung (10.11.2020): Catulls Gedichtbuch
V Catull, 3. Sitzung (17.11.2020): Die längeren Gedichte im Kontext
Thementage: Studierende präsentieren eigene Forschungsergebnisse
Die seit 2012 veranstalteten und von Prof. Dr. Christine Walde ins Leben gerufenen Thementage sind dem Konzept des forschenden Lernens verpflichtet, das die Eigenverantwortlichkeit der Studierenden fördert. Die Studierenden referieren öffentlich in wissenschaftlichen Vorträgen über Einzelaspekte des Rahmenthemas. Die Vorbereitung der Vorträge erfolgt teils im Plenum, teils in Gruppenarbeit, immer begleitet vom Mentoring durch die Dozenten. Für die Studierenden ist der Thementag die Gelegenheit, den Angehörigen, Freunden und Kommilitonen sowie einer weiteren Öffentlichkeit ihre erste eigene wissenschaftliche Arbeit vorzustellen.
Lateinische Theatergruppe
Die Lateinische Theatergruppe, hervorgegangen aus dem Innovativen Lehrprojekt „Aufführung einer antiken Komödie in Originalsprache“, ist ein Alleinstellungsmerkmal der JGU: Eine Lateinische Theatergruppe unter der Leitung eines Lehrenden existiert an keiner anderen deutschen Universität. Durch das ansonsten wenig geübte aktive Sprechen der lateinischen Sprache erweitern die Studierenden ihre Sprachkompetenz, fördern durch das Auftreten auf der Bühne und die Interaktion miteinander gerade diejenigen persönlichen und sozialen Kompetenzen, die große Bedeutung nicht nur für den Lehrerberuf haben, und bekommen Einblicke in die im Fach wenig beachtete römische Alltagssprache und -kultur.
3sat Kulturzeit Extra: O Tempora (unter Mitwirkung der Mainzer Latinistik entstanden)
Radio-Interview mit Adrian Weiß und Matthias Heinemann (Promotionsstudenten und Mainzer Alumni)
Audio-Interview mit Thorsten Weiß (Lehrer und Mainzer Alumnus)
Willkommen auf der „Seite der offenen Tür“ der Gräzistik in Mainz!
Der Fachschaftsrat der Klassischen Philologie informiert über die Besonderheiten des Griechischstudiums in Mainz.
Vorlesung Univ.-Prof. Dr. Jochen Althoff: Euripides
In der aktuellen griechischen Vorlesung behandelt Prof. Dr. Jochen Althoff den Tragödiendichter Euripides: In vieler Hinsicht ist Euripides der wichtigste, vor allem aber der wirkmächtigste und vielleicht auch der schwierigste der klassischen Tragödiendichter gewesen. Seine Stücke haben durch ihre eigenständige dramatische Technik, aber auch durch ihren speziellen Inhalt sowohl die Neue attische Komödie als auch die römische Komödie eines Plautus und Terenz, aber auch die Tragödien des Seneca stark beeinflusst. Auch für die aristotelische Dramentheorie (in der Poetik) war die von Euripides entwickelte Form der Tragödie ein wichtiger Maßstab, weil der Tragiker ab dem 4. Jh. v. Chr. die Tragödienbühnen der antiken Welt dominierte. Da wir von Euripides 20 Stücke überliefert haben, wird es nicht möglich sein, alle Tragödien zu behandeln. Wir werden uns an der Gruppierung der Stücke durch Latacz (dessen Buch „Einführung in die griechische Tragödie“, Göttingen 2003, generell empfohlen sei) orientieren und aus jeder Gruppe („Meisterdramen“, „Kriegsstücke“, „Intrigenstücke“) zwei Stücke zu besprechen versuchen: Medea und Hippolytos; Herakliden und Troerinnen; Ion und Orest.
Hier finden Sie Aufzeichnungen der ersten drei Sitzungen dieser Vorlesung:
Einführungsvideo Gräzistik: nano (3sat) informiert über den Studiengang Gräzistik in Mainz
In diesem 2017 im Rahmen der Sendung „nano“ (3sat) ausgestrahlten Beitrag geht es um die Frage, was Gräzistik ist und was man mit einem Gräzistikstudium anfangen kann. Dabei kommen Studierende und Lehrende der Mainzer Gräzistik zu Wort.
Radio-Interview mit Adrian Weiß und Matthias Heinemann (Promotionsstudenten und Mainzer Alumni)
Hier geht es zur Seite der Fachschaft.
Sehr geehrte Kommilitoninnen und Kommilitonen!
Die Klassische Philologie im Institut für Altertumswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz freut sich, Sie zur Teilnahme an unseren Übungen in Altgriechisch, Latein und Neugriechisch einladen zu können.
In diesen Übungen wollen wir Ihnen Sprachkenntnisse vermitteln, die Ihnen den erfolgreichen Abschluss der Ergänzungsprüfung in Griechisch und Latein (Graecum/Latinum, staatliches Zeugnis) beziehungsweise den erfolgreichen Abschluss der Prüfungen gemäß der Sprachprüfungsordnung der FB 05 und 07 der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (universitäres Zeugnis) ermöglichen sollen.
Außerdem haben Sie die Möglichkeit, durch die erfolgreiche Teilnahme an den Übungen in Neugriechisch (Anfänger und Fortgeschrittene) sowie Altgriechisch (Anfänger) im Rahmen des Studiengangs „Griechisch von der Antike bis heute“ ein Zertifikat zu erwerben.
(1) Anmeldung zur Teilnahme (Altgriechisch und Latein)
(a) Sie wollen sich auf die staatlichen Ergänzungsprüfungen (Graecum/Latinum) vorbereiten oder die Übungen als interessierter Gast besuchen: Die Anmeldung zur Teilnahme als Vorbereitung auf die staatliche Ergänzungsprüfung in Griechisch und Latein (Graecum/Latinum) oder als interessierter Gast erfolgt im JOGUStINe über die Anmeldung als Hörer („Hörer*innenanmeldung„).
(b) Sie wollen gemäß der Sprachprüfungsordnung der FB 05 und 07 der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Sprachkenntnisse in Altgriechisch oder Latein erwerben: Die Anmeldung zur Teilnahme gemäß der Sprachprüfungsordnung der FB 05 und 07 der Johannes Gutenberg-Universität Mainz erfolgt im JOGUStINe über
„Studium > Module/Veranstaltungen > Anmeldung > Modul-/Veranstaltungsanmeldung > Zusatzqualifikationen > Sprachkenntnisse Griechisch und Latein > M.07.070.500 Sprachprüfungsmodul Griechisch“ beziehungsweise „Studium > Module/Veranstaltungen > Anmeldung > Modul- /Veranstaltungsanmeldung > Zusatzqualifikationen > Sprachkenntnisse Griechisch und Latein > M.07.095.500 Sprachprüfungsmodul Latein“ („Modul-/Veranstaltungsanmeldung“)
(2) Anmeldung zu Klausuren (Altgriechisch und Latein)
(a) Die Anmeldung zu den Klausuren erfolgt im Rahmen Ihrer Vorbereitung auf die staatliche Ergänzungsprüfung (Graecum beziehungsweise Latinum; „Hörer*innenanmeldung“) über eine Email an den jeweiligen Dozenten oder die jeweilige Dozentin der Lehrveranstaltung.
(b) Die Anmeldung zu den Klausuren gemäß der Sprachprüfungsordnung der FB 05 und 07 der Johannes Gutenberg-Universität Mainz erfolgt über das JOGUStINe. Sie erwerben hier zertifiziert Griechisch- beziehungsweise Lateingrundkenntnisse I oder II oder Griechisch- beziehungsweise Lateinkenntnisse.
Die Klausuren finden zu den im Verzeichnis der „Lehrveranstaltungen“ (siehe rechts unter „Aktuelle Hinweise“!) angegebenen Terminen statt.
Die staatlichen Ergänzungsprüfungen in Griechisch und Latein (Graecum, Latinum), die vom Ministerium für Bildung an der Universität Mainz über die Klassische Philologie abgenommen werden, sind in in die zweite Septemberhälfte 2025 terminiert (siehe rechts unter „Aktuelle Hinweise“!).
Wolfram Brinker
(Stand: 22.04.2025)
Sprachbeauftragter
Dr. Wolfram Brinker
Akademischer Direktor
Tel.: 06131 39-23140
brinker@uni-mainz.de
Institut für Altertumswissenschaften (IAW) an der JGU Mainz
Zentrum für Alte Sprachen und Schriften (ZASS) an der JGU Mainz
*Under Construction*
Wikipedia-Eintrag: Liste der Klassischen Philolog*innen in Mainz
In memoriam Prof. Wlosok (†2013)
In memoriam Prof. Spira (†2004)
Nachruf Prof. Thierfelder (†1986)
In memoriam Prof. Marg (†1983)
Postanschrift
Klassische Philologie
Institut für Altertumswissenschaften
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Philosophicum, Jakob-Welder-Weg 18
55128 Mainz
Sekretariat