- Handwerk und Handel in der Kaiserzeit
- Webutensilien und Hauswirtschaft in der Antike
- Ernährung & Alltag in der Antike
- Transformationsprozesse in Heiligtümern
- Materielle Kultur des frühen Griechenlands
- Fundanalytik und Forschungsdatenmanagement in der universitären Lehre
| seit 2025 | Studienmanagerin am Institut für Altertumswissenschaften der JGU Mainz |
| seit 2018 | Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich Klassische Archäologie der JGU Mainz |
| 2015–2017 | Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Darmstadt im DFG-Projekt „Der multidimensionale Raum Olympia“ |
| 2015 | Abschluss der Dissertation: Ernährung in der Frühen Eisenzeit und Archaik in Stratos und der Stratiké. Möglichkeiten der Funktionsanalyse von Keramik |
| 2013–2017 | Wissenschaftliche Mitarbeiterin am IT-Referat des DAI zum Aufbau eines nationalen Forschungsdatenzentrums IANUS zum Umgang digitaler Daten in der Archäologie und den Altertumswissenschaften |
| 2012–2014 | Wissenschaftliche Mitarbeiterin der TU Darmstadt zur Organisation und Durchführung des Erasmus Intensivprogramms (IP) „Material und Materialität. Verfahren archäologischer Fundbearbeitung“ finanziert vom DAAD |
| 2012 | Fundbearbeiterin bei dem Umlandsurvey Gadara/Umm Qays der Orient-Abteilung des DAI |
| 2007–2011 | Schnittleitung bei den Ausgrabungen des DAI im Südost-Bereich, im Demeterheiligtum, am römischen Altar und an der spätrömischen Befestigungsanlage des Heiligtums von Olympia |
| 2010–2011 | Lehrbeauftragte der TU Darmstadt für die Darmstädter archäologischen Traineeprogramme – Keramik und Praktikum in Griechenland |
| 2008–2009 | Bibliografische Hilfskraft am DAI Berlin |
| 2002–2009 | Studium an der FU Berlin und der Kapodistrias Universität Athen der Fächer Klassische Archäologie, Byzantinistik, Alte Geschichte |
- Wülfing-Stipendium des Deutschen Archäologischen Instituts 2016/2017,
dazu auch der Reiseblog Anne auf Achse - Preis der „Freunde der TU Darmstadt“ für eine hervorragende wissenschaftliche Promotionsarbeit
- Druckkostenstipendium der Franz-und-Eva-Rutzen-Stiftung für die Drucklegung der Dissertation
- Cluster 8 Ökonomische Netzwerke
Lokale, regionale und globale Wirtschaftsdynamiken des Deutschen Archäologischen Instituts - Digitale Kompetenzen in der Archäologie (DiKopA)
- 5. Wissenschaftliches Netzwerk der Abteilung Istanbul des DAI „Essen in Anatolien und seinen Nachbarregionen“
- Externes Mitglied der Goethe Research Academy for Early Career Researchers (GRADE) der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Projektleitung: Dr. Anne Sieverling
Die Versorgung antiker Städte basierte im Wesentlichen auf der Herstellung handwerklicher Produkte, den Erträgen der Vieh- und Landwirtschaft und dem Handel mit diesen Erzeugnissen sowie weiteren importierten Waren. Die Ausprägung dieser Wirtschaftssektoren, ihre Interoperabilität und das erzeugte und veräußerte Warenspektrum sind dabei abhängig von den lokalen Gegebenheiten, aus denen sich jeweils eigene Versorgungsnetzwerke entwickelten.
Projektleitung: Dr. Anne Sieverling
Für die freundliche Unterstützung dieses Projekts danken wir dem Verein Freunde der Universität Mainz
Der Heratempel am Fuße des Kronions ist bekanntermaßen der älteste Tempel im Heiligtum Olympia. Seine zentrale Bedeutung im Laufe der Jahrhunderte wird durch die von Pausanias beschriebene Aufstellung respektive Ausstellung mehrerer Skulpturen, Weihegaben und Kultgeräte im Tempelinneren deutlich, unter denen sich beispielsweise der in situ aufgefunden Hermes mit dem Dionysosknaben des Praxiteles befand.
Die Landschaft Akarnanien ist aufgrund ihrer Lage am Ionischen Meer und Korinthischen Golf bereits in früher Zeit ein Brückenkopf zwischen der griechischen und italischen Kultur. Außerdem ist sie Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen in der Antike und aufgrund der benachbarten Lage zur Siegesstadt des Augustus, die nach der epochalen Schlacht bei Aktium gegründet wurde, von den Umsiedelungsmaßnahmen und somit der politisch-administrativen Neustrukturierung der Umgebung direkt betroffen. Aus diesen und vielen weiteren Gründen steht die Landschaft Akarnanien im Zentrum interdisziplinärer Forschungsprojekte, die sich mit Stratos als Bundeshauptstadt des Akarnanischen Koinon, seinem Umland die Stratiké und der im Nordwesten von Akarnanien gelegenen Plaghiá-Halbinsel befassen.
Nun werden die Funde des Plaghiá-Halbinsel Survey-Projektes und des Stratiké-Surveys in Zusammenarbeit mit der Projektleitung Prof. Dr. Franziska Lang von der TU Darmstadt Fachbereich Architektur aufgearbeitet, um sie u. a. in der Reihe Akarnanien Forschungen vorzulegen. Nach der großen Fundgruppe der Webgewichte, die auch bei der internationalen Tagung zu Textilien im antiken Griechenland des Fachbereichs Klassische Archäologie der JGU vorgestellt wurden und der Präsentation der archaischen Funde der Plaghia-Halbinsel auf einem Workshop des norwegischen archäologischen Instituts in Athen, sollen nun sukzessive alle weiteren Gefäßgattungen, Ziegel und Kleinfundgruppen wie Terrakotten, Waffen, landwirtschaftliche Geräte, Schmuck, Glasobjekte etc. dokumentiert und vorgelegt werden, was u. a. durch die ebenfalls von der JGU und der TU Darmstadt gemeinsam ausgeführten Fundbearbeitungspraktika und Qualifikationsarbeiten realisiert wird.
Anhand der facettenreichen Funde der Plaghiá-Halbinsel wird ein großer Teil der materiellen antiken Kultur dieser Landschaft zugänglich gemacht und die Möglichkeiten der landwirtschaftlichen Nutzung, der kriegerischen Auseinandersetzungen, der sozialen Destinktion, der hauswirtschaftlichen Aktivitäten etc. erschlossen.
Kooperationen : Prof. Dr. Franziska Lang, TU Darmstadt, Klassische Archäologie
Material und Materialität. Verfahren archäologischer Fundbearbeitung
Erasmus Intensivprogramm in Griechenland, Fachgebiet Klassische Archäologie, TU Darmstadt
Projektleitung: Dr. Anne Sieverling
Forschendes Lernen Fundbearbeitung für Studierende
In den jährlich stattfindenden Summer Schools in Griechenland können die Studierenden Fähigkeiten und Kenntnisse der archäologischen Fundbearbeitung anhand von Funden aus Ausgrabungen und Oberflächenprospektionen in Griechenland erwerben.
In Kleingruppen lernen die Studierenden die Funde technisch zu zeichnen, zu bestimmen, zu fotografieren, zu katalogisieren, zu archivieren und digital weiterzuverarbeiten. Dadurch schulen sie nicht nur ihren Blick für verschiedene Fundgattungen wie Gefäße, Ziegel, Terrakotten, Webutensilien und Waffen, sondern werden auch auf künftige Tätigkeiten im wissenschaftlichen und musealen Bereich vorbereitet. Das Praktikum eröffnet zudem die Möglichkeit, bereits während des Studiums forschungs- und praxisorientierte Qualifikationsarbeiten zu verfassen.
An den Wochenenden werden Exkursionen in archäologische Museen und zu antiken Stätten angeboten, was eine Verknüpfung der gesichteten und bearbeiteten Funde mit ihren Fundorten und mit vergleichbaren Objekten an anderen Orten zulässt. Die Summer Schools finden in der Region Akarnanien (Palairos und Stratos) und in Olympia statt.
Summer School in Palairos (Akarnanien) und in Olympia
2024
Die Summer School führte die Studierenden dieses Mal in den Osten Akarnaniens, wo sie in Stratos erste oder weitere Erfahrungen in der archäologischen Fundbearbeitung machen durften. Wieder wurde dies durch die Zusammenarbeit der Technischen Universität Darmstadt und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz möglich. Vom Grabungshaus aus führte der Weg jeden Morgen über die Agora des antiken Stratos zum Depot, wo Anna-Lena Krüger (TU-Darmstadt), Franziska Lang (TU-Darmstadt) und Anne Sieverling-Pantelidis (JGU Mainz) die TeilnehmerInnen beim Bestimmen, Typologisieren, Katalogisieren, Fotografieren und Zeichnen der Funde begleiteten.
In dieser vierwöchigen Kampagne lag das Hauptaugenmerk auf der Arbeit mit Terrakotten. Die Funde stammen aus einem Bothros in Gkionia, das zur Stratiké, dem Umland von Stratos, gehört.
Zu Beginn wurde der Bestand aus dem Depot mit dem Katalog abgeglichen.
In Verbindung mit einer kleinen Kletter-Tour wurde die Befestigung von Kastri angeschaut, von wo aus man auch einen herrlichen Blick über die Stadt Mytikas im Westen Akarnaniens hat. Ein weiterer Ausflug durch die Berge führte nach Pelichriniassa.
In der zweiten Woche wurde die Arbeit mit dem Laser-Scanner aufgenommen…
…jedoch ist auch das Zeichnen der Terrakotten unerlässlich.
Zu einem mehrtägigen Besuch im Grabungshaus von Palairos gehörte natürlich auch eine Besichtigung der Plaghiá-Halbinsel. Ihr höchster Gipfel, der Profitis Ilias, bietet eine bemerkenswerte Aussicht über die Halbinsel mit der antiken Stadt Palairos.
Das dritte Wochenende wurde für einen Besuch im schönen Museum von Mesolongi genutzt, in dem Funde aus ganz Akarnanien ausgestellt sind. Danach ging es weiter ins antike Oiniadai, das vor allem mit seinen Schiffshäusern beeindruckt.
In der vierten und letzten Woche ging es daran, die Terrakotten genauer zu typologisieren.
Die Kampagne 2024 wurde nach vier schönen und lehrreichen Wochen abgeschlossen, in denen die Gruppe neben Stratos weitere wichtige Orte in Akarnanien kennenlernen durfte und eine spannende Arbeitszeit mit den Terrakotten von Gkionia hatte.
2023
Auch 2023 konnte eine Gruppe Studierender in der archäologischen Fundbearbeitung in Griechenland aus- und weitergebildet werden. Die Summer School fand in Palairos (Akarnanien) und in Olympia statt und wurde gemeinsam von Anne Sieverling (JGU Mainz), Franziska Lang sowie Georg Pantelidis (TU-Darmstadt) angeboten. Das Praktikum ist eine Kombination von praxis- und forschungsorientierten Lehreinheiten, bei denen die TeilnehmerInnen lernten Funde aus unterschiedlichen Zeithorizonten analog und digital zu dokumentieren und für den Erhalt der Kulturgüter zu sorgen.
Die Summer School begann mit Exkursionen auf der Plaghia-Halbinsel, um das Forschungsgebiet kennenzulernen
Daran schlossen sich tägliche Bestimmungs- und technische Zeichenübungen an
Am Wochenende besuchten wir weitere archäologische Stätten und Museen, um unsere bei der Materialaufnahme gewonnenen Kenntnisse zu vertiefen
In der zweiten Woche fertigten wir neben den Zeichnungen und Katalogen auch Fotografien der Funde an
Nach zwei Wochen wurde der Arbeitsort gewechselt, aber nicht ohne uns vorher mit lukullischen Genüssen von Palairos zu verabschieden
In Olympia wurde dann im altehrwürdigen panhellenischen Heiligtum weitergearbeitet und die Funde vom Olympia Area Survey aufgenommen
Während der Zeit in Olympia konnten die Studierenden auch an dem Workshop Olympia and its surroundings teilnehmen, bei dem sie die neuesten Forschungen in und um Olympia kennenlernten. Nach zwei Wochen verfügten die Studierenden nun auch über fundamentale Dokumentations- und Fachkenntnisse zur wichtigen Fundgattung der antiken und mittelalterlichen Dachziegel
Nach der erfolgreichen Summer School ist nun schon die nächste in Planung, die Mitte September bis Mitte Oktober 2024 im akarnanischen Stratos stattfinden wird. Wenn Sie an diesem spannenden Lehr- und Forschungsprojekt teilnehmen möchten, melden Sie sich bei Anne Sieverling (asieverl@uni-mainz.de)
2022
In diesem Jahr konnten die Summer Schools in Griechenland wieder stattfinden, die gemeinsam von der Klassischen Archäologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Technischen Universität Darmstadt angeboten werden.
Um den TeilnehmerInnen einen möglichst breiten Einblick in archäologische Forschungsprojekte, Funde und Landschaften zu bieten, fand das Praktikum 2022 sowohl in Palairos (Akarnanien) als auch in Olympia (Elis) statt. Ziel des Praktikums ist es, die Fundbearbeitung zu erlernen und selbständig durchzuführen, wofür intensive praktische Lehreinheiten zum Technischen Zeichnen, Fotografieren, Bestimmen, Katalogisieren und Archivieren der archäologischen Funde angeboten werden.
Inhalt der Arbeit in Palairos war die von Dr. Anne Sieverling betreute Aufarbeitung der Funde aus dem Plaghia-Halbinsel Survey. Dieses Jahr stand das Fundspektrum von Agios Georgios, bei dem es sich wohl um das homerische Nerikos handelt, im Fokus der Untersuchungen. Neben den praktischen Erfahrungen bei der Funddokumentation bot das Praktikum die Möglichkeit, Fragestellungen für eigene Projekt- und Abschlussarbeiten zu entwickeln. So wurde dieses Jahr die Aufarbeitung der Fundstelle Choironisi (Plaghia-Halbinsel), in der sich eine bemerkenswerte Konzentration hellenistischer Transportamphoren anfand, als Projektarbeit an Samantha Beck, sowie die Bearbeitung eines kaiserzeitlichen Grabes als Bachelorarbeit an Julia Weber vergeben.
Exkursionen vor Ort festigten unsere historischen und topografischen Kenntnisse zu Akarnanien. Dieses Jahr stand das antiken Palairos, die Streifenstadt Kassope und der Surveyfundort Choironisi auf dem Programm. Zur Erholung besuchten wir an den Nachmittagen die schönen Strände von Palairos und der Plaghia-Halbinsel und unternahmen einen Ausflug auf die gegenüber von Palairos liegende Insel Lefkada.
Nach zwei Wochen Aufenthalt in Palairos ging unsere Reise weiter nach Olympia. Auf unserer Fahrt dorthin machten wir einen Zwischenhalt in Mesolongi und besuchten dort das neu eröffnete archäologische Museum, in welchem auch ein Teil der Funde des Plaghia-Halbinsel Surveys ausgestellt ist.
In Olympia angekommen war unsere nächste Aufgabe die abschließende Dokumentation der Funde, die während des von 2015 bis 2018 durchgeführten Olympia Umland-Surveys aufgenommen wurden. Ziel des gesamten Projektes unter der Leitung von Prof. Dr. Franziska Lang und Georg Pantelidis war die Erschließung der Siedlungsstrukturen um Olympia und deren Bezug zum Heiligtum.
Die Arbeit in Olympia bot uns außerdem die Möglichkeit weitere laufende Projekte dort tätiger ForscherInnen kennenzulernen. Im Zuge dessen hatten wir auch interessante Einblicke in das Projekt von Prof. Dr. Dr. Friederike Fless zur Aufarbeitung der aus Olympia stammenden Ziegel, in das Projekt von Dr. Annalize Rheeda zu den Terrakotten im Archiv des Museums von Olympia, sowie von Dr. Christina Leypold zu den Statuenbasen aus Olympia.
2019
Nachdem wir uns zusammen mit unserer Dozentin der Klassischen Archäologie, Anne Sieverling, auf den Weg von Mainz nach Ancona machten, ging es 10 Stunden lang mit dem Auto Richtung Sonne und Fähre. Die Fahrt gestaltete sich als ein aufregendes Erlebnis. Dass ein Teil von uns Reiseteilnehmern den Gotthard-Tunnel nicht erkannte, obwohl wir eine viertel Stunde lang hindurch fuhren und dass eines unserer Autos 800 Meter vor dem Ziel stehenblieb, konnte die Laune nicht trüben. Es ermöglichte uns sogar einen tiefen Einblick in die Arbeit des italienischen Abschleppdienstes und die handwerklichen Tätigkeiten des italieneschen Automechanikers, dank dessen tatkräftigen Engagements die Fähre dann doch noch pünktlich erreicht werden konnte. Nach 16 Stunden auf hoher See, ging es mit dem Auto weiter nach Preveza, um das neueste Mitglied Franziska Lang, Professorin der Klassischen Archäologie in Darmstadt, zu empfangen. Durch ihre jahrelange Erfahrung konnte sie uns Studierenden sowohl die Geschichte und Topographie Akarnaniens, als auch den griechischen Lebensstil näherbringen. Nach einem ausgiebigen Frühstück, mit Crêpes und Frappés, ging es schließlich weiter nach Süden in das in Akarnanien gelegene Palairos, wo sich unsere Unterkunft befand.
In den nächsten Tagen führte uns Anne Sieverling in die Fundbearbeitung ein, was sich wie folgt gestaltete: Morgens um 7:30 Uhr schloss Adonis, der Wächter des Archivs, höchstpersönlich den Keller auf. Nachdem uns dann der erregende Duft der Vergangenheit in die Nase schoss, konnte die Bearbeitung der Fundkollektionen beginnen, welche sich hauptsächlich aus Keramik, Ziegeln, Glasgefäßen, Terrakotten, Webgewichten u.v.m. aus dem Plaghia-Halbinsel-Survey zusammensetzten. Diese wurden daraufhin fotografiert, sortiert und dann gezeichnet. Um geistig nicht einzurosten, wurden zwischendurch gerne einmal ,,Kellersessions‘‘ von Franziska Lang abgehalten. Hierbei wurde uns die Bestimmung verschiedenster Keramikgefäße, deren materielle Zusammensetzung und Dekorweise, anhand kleinster Scherben beigebracht und zusätzlich lernten wir etwas über die antiken Dachziegel und -terrakotten Akarnaniens von unserer Mitreisenden Jane Kreiser, welche zur Zeit an der TU Darmstadt über dieses Thema promoviert.
Außerdem gab es eine kurze Einführung von Christina Rathossi in die Röntgenfluoreszenzanalyse, womit wir auch die Möglichkeiten geochemischer Untersuchungsmethoden kennenlernen konnten. Ebenso eifrig suchten und fanden einige unserer mitreisenden Studenten Themen und Fundstücke für ihre anstehenden Qualifikationsarbeiten, wofür die Restaurierung von Keramik- und Glasgefäßen geübt wurde. Die zweistündige Mittagspause nutzten wir selbstverständlich auf produktivste Art und Weise und sammelten neue Energie für die weiteren Aufgaben am nahegelegenen Strand. Wenn dann die Arbeit wieder rief, ging es weiter an die digitale Umzeichnung der bis dahin gezeichneten Funde, geleitet von Kristina Wörzler, und deren Katalogisierung.
War dies geschafft, freuten wir uns alle auf die nötige Dusche und das gemeinsame Abendessen, wobei wir unter anderem auch eine kulinarische Reise durch die Restaurants Palairos` machten. Hierbei kamen wir auf den Geschmack von griechischen Spezialitäten, wie zum Beispiel Choriatiki, Moussaka, Bifteki, Souvlaki, Pita Gyros, Saganaki und natürlich kiloweise Oliven und Zaziki.
An den Wochenenden besuchten wir unter anderem das antike Palairos, Nikopolis, Stratos, Orraon, Arta und auch die wunderschöne Insel Lefkada. Hierbei hatten sowohl Nikopolis, Arta als auch Lefkas überaus aufschlussreiche Museen zu bieten. Außerdem besuchten wir regelmäßig die schönsten Strände und Gewässer der Halbinsel. Nach jeder Pilgerreise von Tempeln und Theatern zu Museen, über Berge und Sand, begrüßten uns stets freundlich unsere liebsten Mitbewohner, Celia die Hündin und die Katzenbande (aber leider auch genauso hungrige Mücken).
Wir danken PROMOS, den Freunden der Universität Mainz, der Ephorie Mesolongi, Anne Sieverling, Franziska Lang, Jane Kreiser, Konstantinos Skondras, Adonis, Celia der Hündin, Hinke-Helga und Helge den Katzen für diese wirklich schöne und lehrreiche Zeit!
2018
Im September 2018 fand ein zweiwöchiges Praktikum der Klassischen Archäologien der Universitäten Mainz und Darmstadt statt. Unter Anleitung der Dozentin Dr. Anne Sieverling erlernten die Teilnehmerinnen direkt im Fundmagazin von Palairos im westgriechischen Akarnanien die verschiedenen Schritte der Fundbearbeitung.
Zunächst suchten wir die zu bearbeitenden Fundkollektionen aus dem Magazin und legten sie übersichtlich aus, um die Funde nach Gattungen und chronologisch zu ordnen. Danach wurden die Funde von den Teilnehmerinnen des Praktikums unter Anleitung der Dozentin gezeichnet und ihre Merkmale gelernt zu bestimmen. Abschließend fotografierten wir die gezeichneten Gefäße und erstellten Katalogeinträge. Neben den Bestimmungs- und Zeichenübungen erhielten die Teilnehmerinnen auch eine Einführung in die Region Akarnanien mit Exkursion in das antike Palairos. Außerdem wurden sie von zwei weiteren Expertinnen jeweils in die Möglichkeiten der mobilen Röntgenfluoreszenzanalyse, mit der die Keramik weiter untersucht wird, und in die Fundgattung der Dachterrakotten eingeführt. An den Nachmittagen wurden die Zeichnungen mit dem Open-Access-Programm Incscape umgezeichnet, womit sie nun publikationsfertig sind.
Zur Erholung besuchten wir in den Mittagspausen den nahe gelegenen Strand und die Abende verbrachten wir auf der Terrasse des Grabungshauses mit Blick auf die Bucht von Pogonia und die Plaghia-Halbinsel. Am Wochenende stand eine Exkursion auf die nahe gelegene Insel Lefkada an, wo wir das archäologische Museum und die Altstadt besuchten und den Nachmittag an einer schönen Steilküste am Meer verbrachten.
Während dieser intensiven praktischen Arbeit – mit produktiven Pausen – erlernten die Teilnehmerinnen sehr schnell die Grundlagen der Fundbearbeitung und verbesserten ihre Zeichenkenntnisse beachtlich.
Weitere ähnliche Praktika sind für die nächsten Semester geplant, an denen Sie herzlich eingeladen sind teilzunehmen.
Interdisciplinary Studies in Ancient Western Greece and Beyond
International conference, 11-12th December 2025 at Technical University of Darmstadt co-hosted with Johannes Gutenberg-University Mainz
Venue: Wissenschaftsschloss Technical University of Darmstadt, Senatssaal (S3|12 Room 232)
This international conference assembles both established scholars and early career researchers from archaeology, ancient history, epigraphy, and geography to explore recent interdisciplinary research on ancient Western Greece from the Geometric Period to the Roman Imperial era. The focus is on the regions of Akarnania, Aitolia, Epirus, and the north-western Peloponnese, which played a key role in ancient mobility, trade, and religious life, yet have long remained underrepresented in archaeological scholarship.
Over the past few years, however, intensified fieldwork and new research initiatives have significantly deepened our understanding of these landscapes. The conference seeks to bring together the latest results from these efforts in order to establish a new scholarly baseline for the study of the region. The two-day event features presentations by invited experts. Themes include settlement patterns, sacred landscapes, political institutions, palaeoenvironmental developments, and methodological innovations. In order to involve as many experts as possible, the conference adopts an innovative discussion format: alongside traditional lectures, current researchers in Western Greece participate as discussants.
The conference is dedicated to Prof. Dr. Franziska Lang, Chair of the Department of Classical Archaeology and Vice-President for Academic Careers at TU Darmstadt, whose long-standing research in Akarnania and the northwestern Peloponnese has profoundly shaped the study of ancient Western Greece. On the occasion of her retirement, the event provides an opportunity to acknowledge her lasting contributions and to further advance the regional and methodological perspectives she has pioneered.
organisiert von und gefördert durch:
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Versorgungsnetzwerke römischer Städte – Internationaler Workshop zu städtischen Ressourcen, der Organisation von Handwerksbetrieben und Landwirtschaft, dem Produktionsspektrum und der Ausprägung des Handels in Metropolen Kleinasiens
Textilien im antiken Griechenland /Textiles in Ancient Greece – Production, Design, Usage & Connotation – Internationales Kolloquium zum Thema Kleidung gemeinsam mit Heide Frielinghaus und Jutta Stroszeck vom Deutschen Archäologischen Institut in Athen, gefördert von der DFG
Vortragsreihe Karpeia – Mainzer Altertumswissenschaftliches Kolloquium für Studierende, Promovierende & Postdocs, gemeinsam mit der Alten Geschichte und der Klassischen Philologie (Organisation 2018-2025)
- Ernährung in der Frühen Eisenzeit und Archaik in Stratos und der Stratiké. Möglichkeiten der Funktionsanalyse von Keramik, Akarnanien-Forschungen 3, Dissertationsschrift Technische Universität Darmstadt (Bonn 2018).
- Zusammen mit H. Frielinghaus – J. Stroszeck, Textilien im antiken Griechenland.
Ein Beitrag zur Potential-Evaluation. Beiträge zur Archäologie Griechenlands 8 (Möhnesee 2023)
- A. Sieverling – F. Lang, The Plaghia Peninsula and its Archaic Material Culture, in: S. Barfoed – C- Morgan (ed.), Stylistic Innovation in Western Greek Ceramics. Western Archaic Polychrome Pottery (WAPP) in Context, Proceedings of the International Workshop “Archaic ‘Elian Style’ Pottery in Western Greece” at the Norwegian Institute at Athens, November 18, 2022, Papers and Monographs from the Norwegian Institute at Athens 14 (Athen 2026)
- A. Sieverling-Pantelidis – J. Weber, Sterben ohne Altern. Ein Kindergrab auf der Plaghia-Halbinsel in Westgriechenland, in: J. Althoff – A. Gramsch – S. Kayan – M. Lebek – M. Renger – S. Schreiber (ed.), Altern und Sterben. Herausforderungen des vulnerablen Lebens, Proceedings of the Area „Umsorgtes Leben“ des Profilbereichs „40,000 Years of Human Challenges“ (in Vorbereitung)
- A. Sieverling-Pantelidis, Food Supply in Ephesos, in: L. Dietrich – M. Ergun – J. Fildhuth – A. Garlik – S. Lehnig – A. E. Reuter (Hrsg.), Food in Anatolia and its Neighbouring Regions. Fifth Scientific Network of the German Archaeological Institute Department Istanbul, Byzas ## (Istanbul 2026).
- Zusammen mit G. A. Th. Pantelidis– D. Schulz – C. Wawrzinek, Am wollenen Faden. Die Webgewichte von der Plaghia-Halbinsel, in: H. Frielinghaus – J. Stroszeck – A. Sieverling (Hrsg.), Textilien im antiken Griechenland. Ein Beitrag zur Potential-Evaluation. Beiträge zur Archäologie Griechenlands 8 (Möhnesee 2023) 175–210 Online frei verfügbar unter Academia
- Zusammen mit G. A. Th. Pantelidis, Gefäßfunktion als Parameter für die Klassifikation kaiserzeitlicher Keramik, in: S. Krmnicek – D. Maschek (Hrsg.), Römische Archäologie in Deutschland. Positionsbestimmung und Perspektiven, Propylaeum 2023, 147–194 DOI: https://doi.org/10.11588/propylaeumdok.00005852
- Zusammen mit G. A. Th. Pantelidis u. a., Die nacharchaische Nutzung von der hellenistischen bis in die byzantinische Zeit, in: H. Bumke (Hrsg.), Der archaische Heiligtumsbefund vom Taxiarchishügel in Didyma 1. Grabungsstratigraphie, archäologischer Kontext und topographische Einbindung, Didyma III 6 (Wiesbaden 2022) 95–159
- A. Sieverling, Zu Tisch bei Eumaios. Ernährung im homerischen und archaischen Griechenland im Spiegel der historischen und archäologischen Quellen, E. Faber – T. Klär (Hrsg.), Zwischen Hunger und Überfluss. Antike Diskurse über die Ernährung, Potsdamer Altertumswissenschaftliche Beiträge 71 (Stuttgart 2020), 43–90
- A. Sieverling, Protogeometrische Grabbeigaben aus Westgriechenland. Ein Grabfund aus der Universitätssammlung Mainz, Mainzer Winckelmann-Blätter 2018
- A. Sieverling, Nutrition Habits in Homeric Akarnania. Dimensions of Functional Analysis of Pottery, in: Ο. Βικάτου, Β. Σταικου, Φ. Σαράντη (επιμ.), To Αρχαιολογικό έργο στην Αιτωλοακαρνανία και τη Λευκάδα, Πρακτικά 2ου Διεθνούς Ιστορικού και Αρχαιολογικού ΣυνεδρίουΤο Αρχαιολογικό έργο στην Αιτωλοακαρνανία και τη Λευκάδα, Πρακτικά 2ου Διεθνούς Αρχαιολογικό και Ιστορικού Συνεδρίου, Ι. Π. Μεσολογγίου, 6 – 8 Δεκεμβρίου 2013 (Mesolongi 2018), 99–105
- Zusammen mit F. Lang, Micro- and Macroregional Processes in the Early Iron Age Akarnania and Beyond, in: A. Mazarakis Ainian – A. Alexandridou – X. Charalambidou (Hrsg.), Regional Stories towards a new Perception of the early Greek World. Acts of an International Symposium in Honour of Professor Jan Bouzek, Volos 18–21 June 2015 (Volos 2017), 409–436
- Zusammen mit D. Bibby – P. Gerth – M. Heinrich – S. Jahn – B. Ludwig – A. Posluschny – E. Siegloff – M. Trognitz, Dokumentation, in: IANUS (Hrsg.), IT-Empfehlungen für den nachhaltigen Umgang mit digitalen Daten in den Altertumswissenschaften (30.11.2017)[online] doi: https://dx.doi.org/10.13149/000.111000-a
- Zusammen mit P. Gerth – M. Trognitz, Data Curation: How and why. A Showcase with Re-Use Scenarios, Studies in Digital Heritage 1, 2017, 182–193
- Zusammen mit F. Schäfer – M. Heinrich –M. Trognitz, Forschungsrohdaten für die Altertumswissenschaften – eine kurze Bilanz der aktuellen Situation, Archäologische Informationen 38, 2015, 125–136. Online unter: http://dx.doi.org/10.11588/ai.2015.1.26156
- Zusammen mit M. Heinrich –F. Schäfer – S. Jahn, IANUS – Forschungsdatenzentrum für Archäologie & Altertumswissenschaften (2015): Digitale Forschungsdaten in den Altertumswissenschaften. Stakeholderanalyse 2013 zu Forschungsdaten in den Altertumswissenschaften. Teil 2: Kombinierte Auswertung & Interpretation [Version 1.0]. Online unter: http://dx.doi.org/10.13149/000.jah37w-q
- A. Sieverling, Ernährung in der griechischen Frühzeit. Keramik aus Akarnanien als Indikator für trophische Entwicklungen, in: F. Lang – P. Funke – L. Kolonas – E.-L. Schwandner – D. Maschek (Hrsg.), Interdisziplinäre Forschungen in Akarnanien, Akarnanien-Forschungen 1 (Bonn 2013), 249–256
- Zusammen mit O. Dally – F. Fless – M. Heinrich – F. Schäfer, Sichern – Speichern – Archivieren – Publizieren. Das Projekt IANUS und der Umgang mit Forschungsdaten, Mitteilungen des Deutschen Archäologen-Verbandes 44.2, 2013, 71–78





