Gewalt ist Teil der menschlichen Spezies, nach Ansicht mancher Anthropologen auch entscheidend für die Entwicklung von frühen Menschenformen. Aber Gewalt in all ihren Formen ist auch mehr. Sie verbindet menschliche Gesellschaften in einem Geflecht aus gegenseitigen Beziehungen fortlaufender, niedrigschwelliger Konflikte, sog. „schwelender Kriege“. In solchen Konfliktsituationen werden neue Technologien entwickelt und ausprobiert – in vormodernen Gesellschaften, die gerade dadurch ausgezeichnet sind, dass Technik abgekoppelt von den späteren Nutzern entwickelt wird und selten durch direktes Feedback und Experimente verbessert werden kann, ein einmaliger Zustand. Der Vortrag gibt einen Überblick über das neu entstandene Forschungsfeld der Technikarchäologie und welche Potentiale eine Verbindung mit der Konfliktarchäologie hier bietet.

Seen in der Nähe historischer Siedlungen und städtischer Zentren bieten hervorragende Archive, um die langfristigen Umweltveränderungen in engem Zusammenhang mit menschlichen Aktivitäten zu untersuchen. In Oberschwaben, im Südwesten Deutschlands, bietet die mittelalterliche Stadt Bad Waldsee solche einzigartigen Umstände. In Rahmen von einen durch DFG finanzierten Projekts wurden am Beispiel von Bad Waldsee die Auswirkungen der mittelalterlichen bis frühneuzeitlichen Stadtentwicklung auf Gewässer und ihr Umland im Zeitraum von 1200 bis 1800 AD untersucht. In der vorliegenden Studie werden die sedimentologisch-palynologischen Archive des Sees genutzt, um die Landschaft und Landnutzungsereignisse zu rekonstruieren und diese mit den umfangreichen historischen schriftlichen Quellen zu korrelieren.

Dabei besonders auffällig war der „Fußabdruck“ des 30-jährigen Krieges, wo sehr deutliche Feuerereignisse registriert wurden. Der Krieg brachte auch Veränderungen in der frühen industriellen Entwicklung, registriert durch deutlichen Rückgang organisch-chemischen Nebenprodukte der Erhitzung aus Metallurgie, Glasbläserei. Die Kombination der paläoökologischen Befunde aus dem See mit historischen Aufzeichnungen aus dem Stadtarchiv bot die Möglichkeit, die sehr lokalen und sogar kurzzeitigen Brände als Stadtbrände von den subregionalen Ereignissen zu unterscheiden. Darüber hinaus war der 30-jährige Krieg aber auch ein Zeitabschnitt charakterisiert durch sehr abweichende Landnutzungssignale. Zum Beispiel die Pollenwerte lassen vermuten, dass die Blütezeit des Hanfanbaus mit dem starken Rückgang im Dreißigjährigen Krieg früher endet als in anderen Gegenden des Alpenvorlandes. Der Tabakkonsum sollte zu Beginn des Dreißigjährigen Kriegs durch englische Söldner Friedrichs V. von der Pfalz, des sogenannten „Winterkönigs“, nach Deutschland gebracht worden sein. Die Pollenfunde aus dem Stadtsee datieren auf 1654–1665, also kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg. Im Allgemeinen nimmt die Bewaldung merklich zu, vor allem durch Birke und Kiefer. Die Pollen von Roggen und übrigem Getreide weisen geringe Werte auf. Eine Zunahme ist bei den Pollen von Pflanzenarten trockener Ruderalfluren oder von Magerrasen und Heiden zu beobachten. Insgesamt deutet das auf eine Abnahme der Bewirtschaftungsintensität der Feldflur, vor allem auf weniger Düngung und Bodenbearbeitung hin.

A comprehensive account of the adoption of ironworking in Europe and Western Asia, based on archaeological evidence alongside written sources from the Near East. Southern Europe and the Near East are the focus, but the book also considers early ironworking in Central Europe, the North Pontic steppe and the regions north and south of the Caucasus.

Iron and the Iron Age presents a comprehensive account of the adoption of ironworking in Europe and Western Asia. The study is mainly based on archaeological evidence, but the early introduction of iron in the Near East also takes account of the written sources. After the fundamental innovation of iron production by smelting iron ores, iron use spread at an ever-increasing rate between the 12th and 9th centuries BC – eventually reaching a vast area between the Atlantic coast in the west and the North China Plain in the east.

The book mainly concentrates on the adoption of iron in the Near East and southern Europe, but also includes discussions of early ironworking in Central Europe, the North Pontic steppe and the regions north and south of the Caucasus. The changing conceptualization of bronze and iron is another theme which receives detailed attention.

In the final part of the book, the study turns to the concept of an ‘Iron Age’, and the fundamental culture-historical disjunctions and transformations which can be observed in many regions at the time of the introduction of iron.

now also available in Open Access .

Publisher’s homepage: https://www.archaeopress.com/Archaeopress/Products/9781805830009

Academia.edu: https://www.academia.edu/129359165/Iron_and_the_Iron_Age_The_Introduction_of_Iron_in_Europe_and_Western_Asia

Arbeitsbereich Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie

Der Arbeitsbereich Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie des IAW (ehemals Institut für Vor- und Frühgeschichte) der Johannes Gutenberg-Universität befasst sich mit den Kulturen vom Beginn der Menschheitsgeschichte, dem Paläolithikum, bis zu Römerzeit und Mittelalter.

Die Einrichtung profitiert von der räumlichen Nähe und institutionalisierten Kooperationen zu großen archäologischen Forschungseinrichtungen, zu Museen und Denkmalämtern (LEIZA – Leibnitz Zentrum für Archäologie und der Römisch-Germanischen Kommission (RGK), Frankfurt am Main. Dies gewährleistet eine methoden- und praxisnahe Ausbildung und macht die Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie in Mainz zu einem wichtigen Ausbildungsstandort in Deutschland.

Der Arbeitsbereich Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie am Institut für Altertumswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz befindet sich in der Hegelstraße 59, 55122 Mainz. Hier finden Sie das Sekretariat, Büros und Seminarräume sowie das archäobotanische Labor, das Labor für Fundbearbeitung und die vielfältigen Lehr- und Forschungssammlungen des Arbeitsbereichs.

Das Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA) ist ein weltweit tätiges Forschungsinstitut für Archäologie mit Hauptsitz in Mainz und gehört zu den Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft. Im Rahmen einer Kooperation mit dem LEIZA betreibt der Arbeitsbereich Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie vor Ort ein Labor für chemische Analysen von bioarchäologischen Überresten.

Monrepos

► Internationale Forschung vor Ort. Monrepos Archäologisches Forschungszentrum und Museum für menschliche Verhaltensevolution.

Das Monrepos Archäologische Forschungszentrum und Museum für menschliche Verhaltensevolution (Monrepos) ist eine Abteilung des Leibniz Zentrum für Archäologie, einem außeruniversitären Forschungsinstitut für Archäologie. Das Leibniz Zentrum für Archäologie ist eine Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft.

Monrepos erforscht die längste und prägendste Epoche der Menschheitsgeschichte: das Paläolithikum und Mesolithikum, unsere jägerische Geschichte. In dieser Zeit formieren sich die entscheidenden biologischen und sozialen Grundlagen unserer heutigen Existenz.

Monrepos verfolgt eine diachron und perspektivisch ausgerichtete Forschungsstrategie. Monrepos agiert international und führt Forschungen in Europa, Asien und Afrika durch.

Sitz des Forschungszentrums ist Schloss Monrepos bei Neuwied.

► Von der Ausgrabung zur Ausstellung auf kürzestem Weg: Projekt Menschwerdung: eine archäologische Ausstellung

Die direkte Verknüpfung von Forschungen und musealer Präsentation garantiert Aktualität. Die knapp 1000m² große Dauerausstellung Projekt Menschwerdung: eine archäologische Ausstellung auf Schloss Monrepos illustriert die menschliche Entwicklung von unseren Anfängen vor 2,5 Mio. Jahren bis zum Ende der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren. Weltberühmte Funde illustrieren eindrucksvoll die Vielfalt längst vergangener Lebenswelten auf anschauliche Weise.

Projekt

Das Neumark-Nord Projekt untersucht die Überlebensstrategien des Neandertalers während der Warmzeiten anhand eines einzigartigen Fundplatzes in Sachsen-Anhalt. Unter der Leitung von Sabine Gaudzinski-Windheuser und Lutz Kindler, in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt und der Universität Leiden, erforscht das Projekt, wie frühe Menschen ihre Umwelt gestalteten. Die außergewöhnlich gut erhaltenen interglazialen Ablagerungen in Neumark-Nord bieten hochauflösende und präzise datierbare Archive menschlicher Aktivität. Durch die Untersuchung dieser Materialien wird erforscht, wie Neandertaler ihre Ökosysteme aktiv zur Befriedigung ihrer spezifischen Bedürfnisse veränderten. Diese diachrone „Deep History“-Perspektive ermöglicht wertvolle Einblicke in die frühen Stadien menschlicher Umwelteinwirkung – besonders relevant in der heutigen Zeit, in der nahezu alle Ökosysteme deutliche anthropogene Einflüsse aufweisen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Prof. Dr. Sabine Gaudzinski-Windheuser (Projektleitung)

Dr. Lutz Kindler (Projektleitung)

Unsere Forschung untersucht die fundamentale Rolle des Hungers als Triebkraft menschlichen Verhaltens in der Vorgeschichte. Während Menschen aufgrund biologischer Grundbedürfnisse konservative Ernährungsmuster aufweisen, geht die Nahrungsbeschaffung und -konsumption weit über die reine Energieversorgung hinaus und bildet einen wesentlichen Teil des sozialen und kulturellen Lebens. Als Allesfresser zeigen Menschen eine bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit in der Nutzung verschiedener pflanzlicher und tierischer Ressourcen in unterschiedlichen Lebensräumen. Unsere Forschung untersucht besonders die bedeutende Rolle tierischer Ressourcen in der menschlichen Evolution. Durch komplementäre Projekte in Melka Kunture, Äthiopien, geleitet von Sabine Gaudzinski-Windheuser und Lutz Kindler in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern, erforschen wir frühmenschliche Nahrungsauswahl, -beschaffung, -verarbeitung und -bevorratung sowie die damit verbundenen Technologien und Landnutzungssysteme. Das Projekt konzentriert sich darauf zu verstehen, wie frühe Homininen ihre Subsistenzstrategien an die sich verändernden Biotope am Oberlauf des Awash während des Alt- und Mittelpleistozäns anpassten. Diese Forschung trägt zu unserem langfristigen Ziel bei, ein ganzheitliches Verständnis der steinzeitlichen Ernährung von den ersten Menschen bis zu den letzten Jäger-Sammlern zu entwickeln und zu erforschen, wie der Mensch zur dominierenden Art im Nahrungsnetz wurde.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Prof. Dr. Sabine Gaudzinski-Windheuser (Projektleitung)

Dr. Lutz Kindler (Projektleitung)

Unsere Forschung untersucht, wie Regeln und Regelwerke als fundamentale Bausteine komplexer sozialer Strukturen dienen, wobei der Fundplatz Breitenbach wichtige Einblicke in die frühe räumliche Organisation des Menschen liefert. Unter der Leitung von Olaf Jöris, in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt und dem Geographischen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, erforscht dieses Projekt, wie frühe Jäger-Sammler-Gesellschaften soziale Regelungen entwickelten und implementierten. Moderne menschliche Gemeinschaften basieren auf komplexen Regelsystemen, die soziale Umwelten formen, wobei interne Dynamiken stärker durch soziale Regelungen als durch externe Faktoren bestimmt werden. Diese Systeme helfen, Individuen in Gemeinschaften zu verorten und schaffen sowohl individuelle als auch Gruppenidentitäten. Archäologische Belege zeigen, dass die Komplexität solcher Regeln in Zeit und Raum variierte. Unsere Forschung in Breitenbach konzentriert sich darauf zu verstehen, wie räumliche und soziale Organisation in aurignacienzeitlichen Gesellschaften zusammenwirkten, und untersucht die evolutionären Vorteile der Etablierung von Regelsystemen und ihre zugehörigen sozialen Strukturen. Dies liefert wichtige Erkenntnisse darüber, wie sich frühe Regeln und Rahmenbedingungen in alle Bereiche des menschlichen Lebens ausdehnten.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Dr. Olaf Jöris (Projektleitung)


Projekt

SUSTAIN: Sustainability of Agriculture in Neolithic Europe

SUSTAIN ist ein fünfjähriges Forschungsprojekt (2020-2026), das vom Europäischen Forschungsrat finanziert wird. Es versucht, die Nachhaltigkeit frühneolithischer Agrargesellschaften in Europa durch eine Kombination aus Klima- und Biodiversitätsinformatik, Bioarchäologie und agentenbasierter Modellierung zu verstehen. Untersucht werden Gesellschaften, die sich erst vor kurzem in neuen Umgebungen niedergelassen und begonnen haben, gemischte Agrar- und Weidewirtschaft zu betreiben. Diese damals neuartige Art der Interaktion mit der Umwelt beinhaltete ein anderes Ausmaß an Eingriffen in die Lebenszyklen von Pflanzen und Tieren und war von grundlegender Bedeutung für die späteren Entwicklungen in Europa.

Weitere Informationen: https://sustain-erc.org

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

  • Prof. Maria Ivanova-Bieg (Projektleitung; Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie, JGU Mainz)
  • Prof. Richard Evershed (University of Bristol, UK)
  • Dr. Melanie Roffet-Salque (University of Bristol, UK)
  • Prof. Thomas Hickler (Senkenberg Gesellschaft, Frankfurt, Germany)
  • Dr. Wolfgang Traylor (Senkenberg Gesellschaft, Frankfurt, Germany)
  • Prof. Mark Thomas (University College London, UK)
  • Dr. Sayuri Kochi (Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie, JGU Mainz)
  • Dr. Phoebe Heddell-Stevens (Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie, JGU Mainz)

Kooperationen

  • Dr. Tina Lüdecke (Max Planck Institute of Chemistry, Mainz, Germany)
  • Adrian Timpson (University College London, UK)
  • Dr. Marie Balasse (MNHN, Paris, France)
  • Dr Elena Marinova (State Office for Cultural Heritage Baden-Württemberg, Germany)

Finanzierung

European Research Council, CoG, GA 865515

ProjektSEASCAPES: Tracing the emergence and spread of maritime networks in the Mediterranean in the 3rd millennium BCE

Das Projekt Seascapes (2022-2025) untersucht das Phänomen der Glockenbecher im westlichen Mittelmeerraum während des dritten Jahrtausends v. Chr., einer Zeit, die durch eine erhöhte Mobilität der Menschen und das Entstehen maritimer Netzwerke gekennzeichnet war. Dabei werden Radiokohlenstoffdatierungen (einschließlich der Analyse spezifischer Verbindungen), die Analyse organischer Rückstände in der Keramik und raum-zeitliche Modellierungen eingesetzt, um Verkehrswege, Kontaktpunkte und Bewegungsrichtungen zu ermitteln.

Weitere Informationen: https://seascapesproject.wordpress.com

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

  • Prof. Maria Ivanova-Bieg (Projektleitung; Pre- and Protohistoric Archaeology, Johannes Gutenberg University Mainz, Germany)
  • Assoc. Prof. Lucy Cramp (Projektleitung; Department of Anthropology and Archaeology, University of Bristol, UK)
  • Dr Eve Derenne (Pre- and Protohistoric Archaeology, Johannes Gutenberg University Mainz, Germany)
  • Dr Alex Bayliss (Historic England, UK)
  • Prof. Mark Thomas (University College London, UK)
  • Adrian Timpson (University College London, UK)
  • Dr Elena Marinova (State Office for Cultural Heritage Baden-Württemberg, Germany)

Kooperationen

  • Dr Michael Kunst (retired from the German Archaeological Institute in Madrid)
  • Prof. Ana Catarina Sousa (University of Lisbon, Portugal)
  • Prof. Victor Gonçalves† (University of Lisbon, Portugal)
  • Prof. Juan Antonio Cámara (University of Granada, Spain)
  • Dr Alberto Dorado Alejos (University of Granada, Spain)
  • Prof. Manuel Calvo Trias (University of the Balearic Islands, Spain)
  • Dr Damià Ramis (independant researcher, Spain)
  • Dr Jaume Coll Conesa (Museo Nacional de Cerámica y Artes Suntuarias González Martí, Spain)
  • Prof. Olivier Lemercier (University of Montpellier, France)
  • Dr Fabien Convertini (INRAP, France)
  • Prof. Riccardo Cicilloni (University of Cagliari, Italy)
  • Prof. Carlo Lugliè† (University of Cagliari, Italy)
  • Dr Vitale Sparacello (University of Cagliari, Italy)
  • Dr Gianfranca Salis (Soprintendenza Archeologia, Belle Arti e Paesaggio, Cagliari, Italy)
  • Dr Enrico Giannitrapani (University of Palermo, Italy)
  • Dr Filippo Iannì (Arkeos Sicily, Italy)
  • Dr Salvatore Chilardi (independent researcher, Italy)
  • Dr Emilie Blaise (UMR 5140, Archéologie des Sociétés Méditerranéennes, France)

Finanzierung

  • Austrian Science Fund (FWF)
  • UK Arts and Humanities Research Council (AHRC)

ProjektEine ‚Landschaft der Furcht‘: Die jungneolithische befestigte Höhensiedlung Kapellenberg bei Hofheim am Taunus und ihr Umland

Seit 2008 ist der Arbeitsbereich für Vor- und Frühgeschichte mit fast jährlichen Grabungspraktika an einem Gemeinschaftsprojekt des LEIZA, der hessenARCHÄOLOGIE und der Stadt Hofheim zur Erforschung der Höhensiedlung Kapellenberg bei Hofheim beteiligt. Es handelt sich um eine mit einer heute im Gelände noch teilweise sehr gut erhaltenen Wallanlage umwehrte Höhensiedlung der Michelsberger Kultur (4300-3500 BCE).

Sukzessive wurden und werden kleine Ausschnitte der weitläufigen, heute bewaldeten, Siedlungsfläche (40 ha) untersucht. In den ersten Jahren stand die Wallanlage im Vordergrund, seit 2013 werden kleine Ausschnitte im inneren Siedlungsbereich gegraben, seit 2023 ein im Zentrum der Anlage liegender mutmaßlicher Großgrabhügel.

Seit 2024 wird in die Untersuchungen auch der Bereich der heutigen Gemeinde Hattersheim eingebunden, in der seit den 1990er Jahren immer wieder bei Baumaßnahmen auch Siedlungsreste der Michelsberger Kultur entdeckt wurden. Es mehren sich die Hinweise, dass beide – nur etwa 5 km auseinanderliegende Fundstellen – miteinander verbunden waren. Hattersheim hat zudem den Vorteil, dass sich hier botanische Reste und Faunenreste deutlich besser erhalten haben, ebenso menschliche Skelettreste.
Das Projekt ist Bestandteil des Forschungsfeldes „Wechselwirkungen zwischen Menschen und Umwelten“ am Leibniz-Zentrum für Archäologie (LEIZA).
https://www.leiza.de/forschung/forschungsfelder/wechselwirkungen-zwischen-menschen-und-umwelten/agglomerationen-und-siedlungsraeume/projekt/der-kapellenberg-ein-pompeji-der-steinzeit-im-rhein-main-gebiet

Die Grabungspraktika finden jährlich im Sommersemester statt, zudem werden halbjährlich Tagesexkursionen zum Kapellenberg und ins Stadtmuseum Hofheim angeboten.

Seit 2021 ist ein Archäologischer Rundweg mit Informationstafeln eingerichtet: https://www.hofheim.de/kultur-sport-und-tourismus/tourismus/aktivitaeten-in-hofheim/ausflugsziele/

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Projektleitung und Kontakt: Prof. Dr. Detlef Gronenborn (LEIZA; JGU)

Grabungsleitung und Vermessung: Ferenc Kántor M.A. (hessenARCHÄOLOGIE)

GIS und Vermessung: Dipl.-Ing. Anja Cramer (LEIZA)

Archäobotanische Analysen: Univ.-Prof. Dr. Maria Ivanova-Bieg (JGU)

Faunenreste: Dr. Stefan Wenzel (LEIZA)

Anthropologische Untersuchungen: Dr. Jörg Orschiedt (Landesdenkmalamt Sachsen-Anhalt, Halle)

Genetik: Dr. Wolfgang Haak (MPI Leipzig)

Bodenkunde: Prof. em. Dr. Heinrich Thiemeyer (Goethe Universität, Frankfurt)

Digitale Visualisierung des Kapellenberges um 3700 BCE (© LEIZA; Magistrat der Stadt Hofheim; Architectura Virtualis)

See English version below

CO-MOVE ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (2021–2026) gefördertes Projekt, das in Zusammenarbeit mit dem Paläogenetischen Labor in Mainz durchgeführt wird. Es untersucht, wie sich Menschen und Innovationen um die Wende zum 3. Jahrtausend v. Chr. ausbreiteten, mit einem Schwerpunkt auf den kulturellen und genetischen Auswirkungen der „Yamnaya“-Steppenmigrationen in Mittel- und Osteuropa. Das Projekt nutzt Data Mining und Machine Learning, um kulturelle Klassifikationen zu verfeinern und zu prüfen, ob sich Steppenpastoralisten und neue Bestattungspraktiken gemeinsam verbreitetet haben. Im Rahmen von CO-MOVE wurde der KI-gestützte Workflow AutArch entwickelt. Diese neuartige Datenerfassungsmethode wurde als offizieller Use Case der COST Action MAIA („Managing Artificial Intelligence in Archaeology“) anerkannt.

Artikel im Journal of Archaeological Science: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0305440325000937

AutArch auf Zenodo: https://zenodo.org/records/15369892 

GitHub-Repository: https://github.com/kevin-klein/AutArch

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

  • Dr. Maxime Brami (Projektleitung und Kontakt; Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie, JGU Mainz)
  • Kevin Klein (Softwareentwiklung; JGU Mainz)

Kooperationen

  • Univ.-Prof. Dr. Joachim Burger (Paläogenetik; JGU Mainz)
  • Professor Dr. Volker Heyd (Archäologie; Universität Helsinki)
  • Dr. Katie Meheux (University College London)
  • Dr. Antoine Muller (Archäologie; Universität Bergen)
  • Professor Dr. Felix Riede (Archäologie; Universität Aarhus)
  • Dr. David Shankland (Royal Anthropological Institute)

Finanzierung

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), GA 466680522

CO-MOVE is a project funded by the German Research Foundation (2021–2026) and conducted with the Palaeogenetics Laboratory in Mainz. It explores how people and innovations spread around the turn of the 3rd millennium BC, focusing on the cultural and genetic impact of the “Yamnaya” steppe migrations in Central and Eastern Europe. The project uses data mining and machine learning to refine cultural classifications and test whether steppe pastoralists and new burial practices spread together. As part of CO-MOVE, the AI-assisted workflow AutArch was developed. This new data collection method was recognized as an official use case of the COST Action MAIA (“Managing Artificial Intelligence in Archaeology”).

Journal of Archaeological Science article (2025): https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0305440325000937

AutArch on Zenodo: https://zenodo.org/records/15369892 

GitHub repository: https://github.com/kevin-klein/AutArch

Employees

Cooperations

  • Univ.-Prof. Dr. Joachim Burger (palaeogenetics; JGU Mainz)
  • Professor Dr. Volker Heyd (archaeology; University of Helsinki)
  • Prof. Dr. Ralf Lämmel (informatics; Universität Koblenz)
  • Dr. Katie Meheux (University College London)
  • Dr. Antoine Muller (archaeology; University of Bergen)
  • Professor Dr. Felix Riede (archaeology; Aarhus University)
  • Dr. David Shankland (Royal Anthropological Institute)

Financing

German Research Foundation, GA 466680522

Projekt

Gemeinschaften in Randbereichen kultureller Einflusszonen waren in der Bronzezeit sehr wahrscheinlich weniger stark in bestimmende soziale oder politische Gruppen aus dem Kernbereich kultureller Erscheinungen eingebunden. Dies hat Auswirkungen auf Aspekte des gesellschaftlichen Lebens, seien es Einbindungen in Netzwerke oder soziale wie wirtschaftliche Handlungsstrategien. In vielen Regionen sind diese Zusammenhänge jedoch nur wenig erforscht. Das Projekt strebt daher eine Bewertung der Siedlungs- und Wirtschaftsweise überregional agierender Gemeinschaften am Rande kultureller Einflussbereiche in der späten Bronzezeit (ca. 1100 bis 730 v. Chr.) an. Es soll geklärt werden, wie sie in pan-europäische Verkehrswege und Handelsrouten eingebunden waren. Wichtige Fragen sind dabei: Gibt es maßgebliche Unterschiede in der Siedlungsorganisation zwischen Kernzonen und Randgebieten archäologisch klassifizierter Kultureinheiten? Wie manifestieren sich diese Unterschiede konkret an Befunden und Fundmaterial? Als primäres Untersuchungsgebiet ist der Norden des Landes Brandenburg gewählt worden, da er sich im Spannungsfeld zweier großer kultureller Einflussbereiche befindet. Gleichzeitig liegen über den Übergang vom 2. zum 1. Jahrtausend v. Chr. aus diesem Gebiet nur vergleichsweise wenige Informationen vor. Zur Beantwortung dieser Forschungsfragen sind die Ausgrabungen am Fundplatz Lanke, Kr. Barnim ein zentraler Teil des Projektes. Eine Analyse der Siedlungs- und Organisationsstruktur sowie der Ressourcennutzung und -verwaltung dieser Gemeinschaft verspricht einen tiefen Einblick in die Kontaktnetzwerke der späten Bronzezeit.

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

Dr. Bianka Nessel (Projektleitung)

Chiara Mägerlein

Kooperationen

Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum (BLDAM)

Finanzierung

1. Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg (MWFK Brandenburg)

2.  Profilbereich „40.00 years of human challenges“ der JGU

3. Förderverein für die Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz e.V.

Grabungsareal 4 in Lanke. Lkr. Barnim (Foto: B. Nessel)

Megalithische Anlage im Norden des Fundplatzes (Foto: O. Tiel)

Rekonstruiertes Gefäß der regionalen Spätbronzezeit (1100-730 v. Chr.) (Foto: B. Nessel)

In der römischen Stadt von Homburg-Schwarzenacker, der antike Name ist unbekannt, haben Peter Haupt (JGU) und Agnieszka Tomas (Wydział Archeologii, Uniwersytet Warszawski) im Frühjahr 2023 ein Grabungsprojekt begonnen. Ziel der vom Saaprfalz-Kreis großzügig finanziell geförderten Untersuchungen ist es, alte Interpretationen zu prüfen und ggf. dem neuen Forschungsstand anzupassen. In der ersten Kampagne konnte neben dem Erzielen wichtiger chronologischer Erkenntnisse auch das Wissen um die Kulturlandschaftsgenese im Umfeld der Stadt erweitert werden. So steht das östliche Stadtquartier, das heute in einem archäologischen Park präsentiert wird, auf mächtigen kolluvialen Sanden. Diese sind nach enthaltenem Fundmaterial in das erste Jahrhundert n. Chr. zu datieren und offensichtlich die Folge von Entwaldung an den Hängen oberhalb der Stadt. Mit der Freilegung der Böden kam es zu verstärkter Erosion, der erodierte Sand lagerte sich dann mit nachlassendem Gefälle am Hangfuß ab. Sehr wahrscheinlich besteht ein Zusammenhang mit dem Holzverbrauch römischer Handwerker. Die letzte Kampagne des deutsch-polnischen Projektes fand im Oktober 2024 statt, dabei wurden interessante Erkenntnisse zu den Bau- und Nutzungsphasen eines zentral in der Stadt liegenden Tempelbezirks gewonnen. Insgesamt scheint es so, dass die gesamte Siedlung in der frühen Kaiserzeit deutlich von produzierendem Gewerbe (Töpferei, Eisen) geprägt war, es dann aber im frühen 2. Jahrhundert zu großen Investitionen in öffentliche und private Gebäude kam. Emissionsstarke Gewerbe konzentrierten sich nun in einiger Distanz zur städtischen Siedlung, in der Handwerk aber dennoch eine wesentliche Rolle spielte.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Peter Haupt (JGU, Projektleitung)
Agnieszka Tomas (Uniwersytet Warszawski, Projektleitung)

Grabung 2023. Foto: Peter Haupt

Grabung 2024. Foto: Peter Haupt

Der Bliesgau im südlichen Saarland stellt in der Römerzeit eine besondere Kulturlandschaft dar, die insbesondere zu aus der vorrömischen Zeit tradierten Verhältnissen wichtige und neue Erkenntnisse verspricht. Ebenso lässt sich hier gut herausarbeiten, wie sich der Übergang von Spätantike zu Frühmittelalter vollzog. Im Rahmen des Projektes fanden 2013-2016 archäologische Untersuchungen in der Terra sigillata-Manufaktur von Blickweiler statt (Johanna Ney). An verschiedenen römerzeitlichen Siedlungsplätzen, meist villae rusticae neben/unter mittelalterlichen Kirchen, wurden und werden Prospektionen durchgeführt: In Gersheim, Reinheim, am Kirchheimer Hof und in Böckweiler wurden römische Siedlungsspuren mit späterem Kirchenbau archäologisch-geophysikalisch untersucht. Weitere römische Hofplätze wurden unter anderem bei Bliesdalheim sowie zwischen Gersheim und Reinheim prospektiert. Die Ergebnisse des von Peter Haupt (IAW) und Andreas Stinsky (Saarpfalz-Kreis) geleiteten Projektes fließen in das internationale Blies-Survey-Projekt ein, mit dem der weitere Umkreis des römischen Vicus von Bliesbruck (Frankreich) archäologisch betrachtet wird.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Peter Haupt (JGU, Projektleitung)
Andreas Stinsky (Saarpfalz-Kreis, Projektleitung)

Grabungen in der römischen Töpferei Blickweiler. Foto: Peter Haupt

Einsatz des Caesium-Magnetometers bei Bliesdalheim. Foto: Peter Haupt

Archäologisch-Geophysikalische Prospektion

Die Erkundung archäologischer Denkmäler durch minimalinvasive archäologische und geophysikalische Prospektionsmethoden nimmt am Arbeitsbereich Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie einen hohen Stellenwert ein.

Methoden wie die Luftbildarchäologie, Begehungen mit Einzelfundeinmessungen, Auswertung von LIDAR-Laserscans oder der forschungsorientierte Einsatz von Metallsuchgeräten werden in verschiedenen Forschungsprojekten angewandt. Ebenso werden Georadar, Geomagnetik, ERT und Geoelektrik in Forschung und Lehre eingesetzt.

 

See English version below

Heritage Quest Luxembourg

Gefördert von der Fondation Schleich-Lentz zielt dieses Projekt darauf ab, neue archäologische Fundstätten in Luxemburg durch die Analyse von LiDAR-Daten (Light Detection and Ranging) zu entdecken. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz werden Fundorte automatisch erkannt, während die Öffentlichkeit aktiv in den Forschungsprozess einbezogen wird. Inspiriert von der niederländischen Initiative Heritage Quest fördert das Projekt die Zusammenarbeit zwischen Bürgerinnen, Bürgern und Forschern, um das Verständnis und den Erhalt des archäologischen Erbes Luxemburgs zu stärken. Eine erste Feldkampagne ist für 2026 geplant und kombiniert Geländeüberprüfungen mit prädiktiver Modellierung, um die Ergebnisse zu validieren.

Forschungsteam

Projektleiter und Kontakt: Dr. Maxime Brami (Pre- and Protohistoric Archaeology, JGU Mainz)

KI-Ingenieur: Kevin Klein (JGU Mainz)

Kontakt zu den Freiwilligen: Andrea Stinner (JGU Mainz)

Kooperationen

  • Assoc. Prof. Andrea Binsfeld (Universität Luxemburg)
  • Dr. Quentin Bourgeois (Universität Leiden)
  • Prof. Dr. Peter Haupt (Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie, JGU Mainz)
  • Dr. Eva Kaptijn (Königliches Belgisches Institut für Naturwissenschaften)
  • Prof. Dr. Karsten Lambers (Universität Augsburg)
  • Prof. Dr. Ralf Lämmel (Informatik; Universität Koblenz)
  • Michelle Pfeiffer (Institut National de Recherches Archéologiques, Luxembourg)
  • Dr. Wouter Verschoof-van der Vaart (Netherlands Forensic Institute)
  • David Weis (Institut National de Recherches Archéologiques, Luxembourg)

Finanzierung

Bourse Fondation Schleich-Lentz (2025), Fonds Culturel National Luxembourg

Funded by the Fondation Schleich-Lentz, this project seeks to discover new archaeological sites in Luxembourg through the analysis of LiDAR (light detection and ranging) images. It uses artificial intelligence to automatically detect sites, while actively involving the public in the research process. Inspired by the Dutch Heritage Quest initiative, it promotes collaboration between citizens and researchers to advance the understanding and preservation of Luxembourg’s archaeological heritage. A first field survey is schedules for 2026, combining groundtruthing with predictive modelling to validate the results.

Research Team

Project manager and contact: Dr. Maxime Brami (Pre- and Protohistoric Archaeology, JGU Mainz)

AI engineer: Kevin Klein (JGU Mainz)

Coordination with the volunteers: Andrea Stinner (JGU Mainz)

Collaborations

  • Assoc. Prof. Andrea Binsfeld (University of Luxembourg)
  • Dr. Quentin Bourgeois (University of Leiden)
  • Prof. Dr. Peter Haupt (Pre- and Protohistoric Archaeology, JGU Mainz)
  • Dr. Eva Kaptijn (Royal Belgian Institute for Natural Sciences)
  • Prof. Dr. Karsten Lambers (Universität Augsburg)
  • Prof. Dr. Ralf Lämmel (Informatik; Universität Koblenz)
  • Michelle Pfeiffer (Institut National de Recherches Archéologiques, Luxembourg)
  • Dr. Wouter Verschoof-van der Vaart (Netherlands Forensic Institute)
  • David Weis (Institut National de Recherches Archéologiques, Luxembourg)

Financing

Bourse Fondation Schleich-Lentz (2025), Fonds Culturel National Luxembourg

Auf dem Disibodenberg bei Odernheim am Glan hatte sich im Frühmittelalter eine kleine Gruppe Einsiedler etabliert. Einem davon, Disibod, kam in den folgenden Jahrhunderten eine ausgeprägte Verehrung als Heiliger zu, was vor gut 1000 Jahren zur Gründung eines Klosters auf dem Berg am Zusammenfluss von Glan und Nahe führte. In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts lebte hier die hl. Hildegard, deren heutige Verehrung auf dem Disibodenberg die des Disibod weitgehend verdrängt hat. Das Kloster wurde im 16. Jahrhundert aufgelassen und schließlich im 19. und 20. Jahrhundert zu einem touristisch interessanten, historischen Park gestaltet. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts fanden baugeschichtliche Untersuchungen und archäologische Grabungen statt, doch zahlreiche Fragen blieben dabei unbeantwortet. Hier setzt ein Prospektionsprojekt (Peter Haupt, IAW) an, mit dem im Rahmen der Ausbildung Studierender sowohl mit geophysikalischen Methoden, als auch mit Metalldetektoren gezielt sich aufdrängende Fragestellungen angegangen werden. Beispielsweise ist es mit Georadar deutlich einfacher möglich, Vermutungen zu Fundamentverläufen zu prüfen, als das mit aufwendigen und in den Denkmalbestand eingreifenden Grabungen geschehen kann. Über Hufnägel und andere Funde aus der Wegenutzung können alte Wege erkannt und datiert werden, womit die Zuwegungen zum Kloster rekonstruierbar werden.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Peter Haupt (Projektleitung)

Vorbereitung einer Elektrischen Widerstands-Tomographie (ERT). Foto: Peter Haupt

Bäume verbiegen, die der Vermessung im Weg sind. Foto: Peter Haupt

Prospektion auf einem Weg am Kloster. Foto: Peter Haupt

Gemeinsam mit der Forschungsstelle Kaiserpfalz Ingelheim (Holger Grewe) und Arno Braun (Universität des Saarlandes) untersuchen Peter Haupt und Leon Hermann (IAW) das um den Wormser Dom liegende Areal. Ziel ist es vor allem, frühe Sakralbauten zu erkennen bzw. unser vorhandenes Wissen zu erweitern. Durch Prospektionen mit Georadar in den Jahren 2023 und 2024 gelang es dabei, neue Erkenntnisse zu den Taufkirchen südlich des Doms zu gewinnen – die heute bis auf eine ausgegrabene und konservierte Taufpiscina oberirdisch nicht mehr vorhanden sind. Der Dom steht allerdings nicht nur zentral in der mittelalterlichen Stadt Worms, sondern unter dem Dombezirk wird auch das Zentrum des antiken Borbetomagus vermutet. Die bei den Domgrabungen Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckten Fundamente wurden als Forum und/oder Heiligtum interpretiert, doch sicher sind diese Deutungen nicht. Auch hierzu könnten die laufenden archäologisch-geophysikalischen Untersuchungen neue Erkenntnisse bringen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Peter Haupt (JGU, Projektleitung)
Leon Hermann (JGU, Projektleitung)
Arno Braun (Universität des Saarlandes, Projektleitung)
Holger Grewe (Forschungsstelle Kaiserpfalz Ingelheim, Projektleitung)

Radarmessungen bis an die Dompforte. Foto: Peter Haupt

Radarmessungen südlich des Wormser Doms. Foto: Peter Haupt

Messmarkierungen mit Straßenkreide. Foto: Peter Haupt

Der Forschungsschwerpunkt Landschaftsarchäologie behandelt insbesondere den Kulturlandschaftswandel in vor- und frühgeschichtlichen Zeiten. Neben traditionellen archäologischen Methoden (Begehung, Kartierung, Ausgrabung) kommen hierbei moderne Prospektionsmethoden zum Einsatz. Von Bedeutung ist außerdem die Anwendung „naturwissenschaftlicher“ Methoden.

Landschaftsarchäologie

Geländeprojekte zur Landschaftsarchäologie:

Alter Bergbau und Ressourcennutzung in der Nordpfalz

Eisen, Kupfer und Quecksilber wurden bereits in vor- und frühgeschichtlichen Zeiten in der Nordpfalz gewonnen; zeitweilig in landschaftsprägendem Umfang. Das Entdecken und Erkunden der entsprechenden Abbaustellen und Verhüttungsplätze einschließlich zugehöriger Siedlungsstrukturen ist Ziel des Projektes, das in Kooperation mit dem Landesamt für Geologie und Bergbau, der GDKE, Direktion Archäologie, Außenstelle Speyer sowie dem Pfälzischen Bergbaumuseum Imsbach durchgeführt wird.


Frühe Almwirtschaft auf dem Schlern (Südtirol)

Die landwirtschaftliche Nutzung des Hochgebirges zwischen Bronzezeit und Neuzeit steht im Fokus dieses Projektes. Hierzu werden vor allem Prospektionen durchgeführt, aber auch die Untersuchung eines sogenannten Brandopferplatzes (Mittelbronzezeit bis Römerzeit) findet statt. Ziel ist es, Erkenntnisse zu Chronologie und Ausprägung der Almwirtschaft zu gewinnen. Schlernbeitrag 2010

Die Geländearbeiten finden nach Verfügbarkeit beantragter Mittel statt.

Kontakt:

Prof. Dr. Peter Haupt
Tel.: +49 (0) 6131/39-33425
hauptp@uni-mainz.de

See English version below

Investigating the prehistory of Luxembourg using ancient genomes

Dieses Projekt, gefördert vom Institut National de Recherches Archéologiques, Luxemburg, untersucht die lokalen Auswirkungen der Ausbreitung von neolithischen und Steppenstämmigen Bevölkerungen auf archäologische Kulturen westlich des Rheins. Dazu werden unter anderem neue hochauflösende Genome von archäologischen menschlichen Überresten aus dem heutigen Luxemburg verwendet. Die ancient DNA Analysen werden im Paläogenetik-Labor der Johannes Gutenberg-Universität Mainz durchgeführt: https://palaeogenetics-mainz.de/

Artikel in der Antiquity Project Gallery: https://www.cambridge.org/core/journals/antiquity/article/investigating-the-prehistory-of-luxembourg-using-ancient-genomes/D9D98CEFD247C07A387DD62505507A2B


Artikel in Scientific Reports über Mutter-Kind-Bestattungen in Luxemburg und Großbritannien: https://www.nature.com/articles/s41598-023-45612-3

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

  • Dr. Maxime Brami (Projektleitung und Kontakt; Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie, JGU Mainz)
  • Dr. Nicoletta Zedda (University of Ferrara)

Kooperationen

  • Dr. Jens Blöcher (JGU Mainz)
  • Laurent Brou (Institut National de Recherches Archéologiques, Luxembourg))
  • Univ.-Prof. Dr. Joachim Burger (JGU Mainz)
  • Dr. Yoan Diekmann (JGU Mainz)
  • Iliya Hadzhipetkov (Institut National de Recherches Archéologiques, Luxembourg))
  • Foni Le Brun-Ricalens (Institut National de Recherches Archéologiques, Luxembourg))
  • Anna-Lena Titze (JGU Mainz)
  • François Valotteau (Institut National de Recherches Archéologiques, Luxembourg))
  • Laura Winkelbach (JGU Mainz)

Finanzierung

Institut National de Recherches Archéologiques (INRA), Luxembourg

This project, funded by the Institut National de Recherches Archéologiques, Luxembourg, examines the local impact of Neolithic and Steppe population dispersals on archaeological cultures west of the Rhine, using new high coverage ancient genomes from present-day Luxembourg. The ancient DNA analyses are conducted in the Palaeogenetics Laboratory of Johannes Gutenberg University Mainz: https://palaeogenetics-mainz.de/

Antiquity Project Gallery article: https://www.cambridge.org/core/journals/antiquity/article/investigating-the-prehistory-of-luxembourg-using-ancient-genomes/D9D98CEFD247C07A387DD62505507A2B

Scientific Reports article on mother-child burials in Luxembourg and Britain: https://www.nature.com/articles/s41598-023-45612-3

Employees

Cooperations

  • Dr. Jens Blöcher (JGU Mainz)
  • Laurent Brou (Institut National de Recherches Archéologiques, Luxembourg))
  • Univ.-Prof. Dr. Joachim Burger (JGU Mainz)
  • Dr. Yoan Diekmann (JGU Mainz)
  • Iliya Hadzhipetkov (Institut National de Recherches Archéologiques, Luxembourg))
  • Foni Le Brun-Ricalens (Institut National de Recherches Archéologiques, Luxembourg))
  • Anna-Lena Titze (JGU Mainz)
  • François Valotteau (Institut National de Recherches Archéologiques, Luxembourg))
  • Laura Winkelbach (JGU Mainz)

Financing

Institut National de Recherches Archéologiques (INRA), Luxembourg

Bibliothek

Öffnungszeiten:

Mo-Do 08:00-17:00 Uhr,
Fr 09:00-15:00 Uhr

Standort: Hegelstraße 59, 55122 Mainz, 4. OG,links

Bitte erkundigen Sie sich bei einer weiten Anreise vorab telefonisch, ob die Bibliothek an diesem Tag regulär geöffnet ist.Kontakt

Der Bestand ist über den Online-Katalog der UB Mainz abzufragen. Es handelt sich grundsätzlich um eine Präsenzbibliothek.

Alle Downloads unserer Seiten sind zum wissenschaftlichen, nicht-kommerziellen Gebrauch gestattet. Alle weiteren Verwertungsrechte bleiben vorbehalten !


MAO 1
Peter Haupt, Römische Münzhorte des 3. Jhs. in Gallien und den germanischen Provinzen: Datenbank
Die auf dem Stand von 1998 befindliche Datenbank (Access 97, Autor: Peter Haupt) beinhaltet 1724 münzdatierte Hortfunde mit einem terminus post quem zwischen 180 und 284 n. Chr. Das Arbeitsgebiet umfaßt dabei Deutschland (germanische Provinzen und die Belgica), Frankreich, die Schweiz sowie die Benelux-Staaten.
Die Datenbank ist Teil der Dissertation „Römische Münzhorte des 3. Jhs. in Gallien und den germanischen Provinzen“, die 2001 im Verlag Bernhard Albert Greiner (Remshalden) erschienen ist. Dort finden sich weitere Erläuterungen zur Datenbank sowie der auswertende Teil. Download:hortfunde,mdb (ca. 2,6 MB)
In unregelmäßigen Abständen werden an dieser Stelle in Teilen korrigierte und ergänzte Versionen der Datenbank „Hortfunde“ zum Download angeboten. Zur Zeit steht das Download der Version 5  vom 14. Januar 2004 (ungezipt) zur Verfügung.Enthalten sind aktuell 1776 münzdatierte Hortfunde. Meldungen von Neufunden und übersehenen Altfunden an den Autor werden dankbar entgegengenommen.
MAO 2
Oliver Gupte, Die knieförmig gebogenen Fibeln der römischen Kaiserzeit: Grabtabelle und Vorbemerkungen
Die Grabtabelle und die zugehörigen Vorbemerkungen gehören zur in den UPA (110, 2004) publizierten Dissertation. Stand: Sommer 1997 MAO 2
MAO 3-6
„Archäologische Beiträge zur Gender-Forschung“; Hauptseminar im Sommersemester 2003* Leitung: Dr. M. Struck
*Das Seminar wurde mit Mitteln zur Frauenförderung des Frauenbüros der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finanziertMit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelte sich aus der Frauenforschung die sogenannte Gender-Forschung, die davon ausgeht, dass das Geschlecht überall präsent ist und über alle sozialen Beziehungen hinaus geht. Gender-Forschung stellt sich als ein interdisziplinärer Wissenschaftszweig dar. Ziel des Seminars war es deshalb zu erkunden, in wieweit die Archäologie mit Hilfe ihrer, d. h. der materiellen Quellen Beiträge zur Erforschung des Geschlechterrollenverständnisses und der Geschlechterrollenverteilung in der Vor- und Frühgeschichte, also der Zeit weitgehender Schriftlosigkeit, leisten kann. Zu diesem Zweck waren die Seminarteilnehmer gebeten, den jeweiligen Forschungsstand zu den einzelnen vor- und frühgeschichtlichen Perioden zu recherchieren. Da die klassisch-römischen Verhältnisse auch für die Frühgeschichte Mitteleuropas von Bedeutung sind, wurden sie ebenfalls behandelt.
Es hat sich gezeigt, dass die bisher geleisteten archäologischen Untersuchungen durch das Einbringen der sozialen Kategorie Gender zwar zu einer Erweiterung unseres Verständnisses von vor- und frühgeschichtlichen Gesellschaften geführt haben, die Quellen jedoch nur stark eingeschränkte Aussagen zulassen. Lediglich für die Steinzeit kann die Archäologie aus Mangel an Beweisen, die Hypothese eines Ur-Matriarchats widerlegen, die von anderen Disziplinen aufgestellt worden ist. Aus diesem Grund haben sich die Seminarteilnehmer für eine Korrektur des Seminartitels ausgesprochen, da es eigentlich um „Beiträge der Genderforschung zur Interpretation vorgeschichtlicher Quellen“ ging. Am zutreffendsten scheint es zu sein, von „Archäologie und Genderforschung“ zu sprechen, womit auch die Wechselbeziehungen zum Ausdruck kommen.
Da die Gender-Forschung in der deutschsprachigen Archäologie noch in den Kinderschuhen steckt, wollen wir einige Hausarbeiten aus dem Seminar, die einem Forschungsüberblick dienen, über das Internet einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung stellen und hoffen, dadurch zu weiterer Beschäftigung mit diesem Problemkreis anzuregen.

  Mainz im Mai 2004                                                             A. Deicke, N. Richter, M. Struck und R. Zumann

Ergebnisse zur Genderforschung für das Paläolithikum (Rudolf Zumann) MAO 3

Ergebnisse zur Genderforschung für das Neolithikum (Nadine Richter) MAO 4

Ergebnisse zur Genderforschung in Bezug auf die weibliche Bevölkerung des römischen Britanniens unter besonderer Berücksichtigung der archäologischen Quellen (Aline Deicke) MAO 5

Ergebnisse zur Gender-Forschung für das Klassische Rom von der Republik bis zur mittleren Kaiserzeit (Manuela Struck) MAO 6
MAO 7
Patrick Jung & Isabel Kappesser, tabulae MoGontIacenseS. Raumbezogene Verarbeitung und Visualisierung archäologischer Funde und Befunde am Beispiel des römischen Mainz (Mogontiacum). MAO 7
MAO 8
Christian Meyer, Man the Hunted MAO 8
MAO 9
Peter Haupt, Patrick Jung & Ines Klenner, Kommentierte Bibliographie zur Archäologie Rheinhessens (Stand: 18.3.2010) MAO 9
MAO 10
Patrick Jung, Die römische Nordwestsiedlung („Dimesser Ort“) von Mainz. Ein Beitrag zur Siedlungsgeschichte von Mogontiacum. Anhang 3: Namenstempel auf Terra Sigillata aus Mainz.
Der Datenbankbericht ist Teil der in den UPA publizierten Dissertation (zu weiteren Erläuterungen siehe S. 177-185). MAO 10
MAO 11
Peter Haupt, Ein Nachtrag zu Datierung und Rekonstruktion des augusteisch-tiberischen Militärlagers von Belginum (Mainz 2010). Manuskript aus dem Jahr 2003. MAO 11

Das damalige Mainzer Institut für Vor- und Frühgeschichte hat in den 1990er Jahren eine eigene Schriftenreihe herausgegeben: Die Archäologischen Schriften des Instituts für Vor- und Frühgeschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. In ihr wurden im Institut entstandene Arbeiten veröffentlicht, vornehmlich Dissertationen. Die Schriftenreihe wird nicht mehr fortgeführt, da die Kapazitäten für Betreuung und Vertrieb nicht mehr gegeben sind. Insbesondere Abschlußarbeiten sind nun in den Universitätsforschungen zur prähistorischen Archäologie (UPA) im Dr. Rudolf Habelt GmbH (Bonn), wie auch in anderen einschlägigen Verlagen zu finden.

In den Archäologischen Schriften erschienen:
1 Ronald Heynowski, Eisenzeitlicher Trachtschmuck der Mittelgebirgszone zwischen Rhein und Thüringer Becken (1992).

2 Heino Neumayer, Merowingerzeitliche Grabfunde des Mittelrheingebiets zwischen Nahe- und Moselmündung (1993).

3 Manuela Struck (Hrsg.), Römerzeitliche Gräber als Quellen zu Religion, Bevölkerungsstruktur und Sozialgeschichte (1993).

4 Eva Hanel, Die merowingischen Altertümer von Kärlich und Umgebung (Verbandsgem. Weißenthurm, Kr. Mayen-Koblenz) (1994).

5 Angelika Hunold, Der römische vicus von Alzey (1998).

6 Michaela Aufleger, Tierdarstellungen in der Kleinkunst der Merowingerzeit im westlichen Frankenreich (1997).

7 Monika Brückner, Die spätrömischen Grabfunde aus Andernach (1999).

Bis auf Band 3 der leider vergriffen ist können die übrigen Publikationen über Dr. Rudolf Habelt GmbH  (Bonn) bezogen werden.

Das Leibniz Zentrum für Archäologie (www.leiza.de) ist ein weltweit tätiges Forschungsinstitut für Archäologie mit Hauptsitz in Mainz. Es gehört zu den Forschungsmuseen der Leibniz Gemeinschaft. Forschung und Vermittlung reichen von der frühesten Menschheitsgeschichte bis in das Früh-Mittelalter. Das LEIZA ist ein wichtiger Partner unseres Instituts, da eine seiner Abteilungen, das MONREPOS Archäologische Forschungszentrum und Museum für menschliche Verhaltensevolution, hier angebunden ist.

Leibniz-Zentrum für Archäologie
Ludwig-Lindenschmit-Forum 1
55116 Mainz

+49 (0) 6131 / 8885-0

Ein starker Verbund! Archäologie im Rhein-Main Gebiet

Der Studienort Mainz bietet Studierenden einen wichtigen Standortvorteil, findet sich doch gerade im Rhein-Main Gebiet die höchste Dichte archäologischer Einrichtungen in Deutschland.

Mit dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum (Mainz) und der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Institutes finden sich hier zwei der größten außeruniversitären archäologisch tätigen Forschungseinrichtungen.

Die Landesämter für Denkmalpflege der beiden benachbarten Landeshauptstädte Mainz und Wiesbaden und mehrere Museen bieten Studierenden und Absolventen zahlreiche Qualifizierungsmöglichkeiten.

Die Römisch-Germanische Kommission (RGK) ist eine Abteilung des Deutschen Archäologischen Institutes. Das Institut hat die Aufgabe, Vor- und Frühgeschichtsforschung zu betreiben, zu fördern und zu veröffentlichen, und zwar vornehmlich in Alteuropa von den ältesten Perioden bis zum Mittelalter.

Deutsches Archäologisches Institut

Römisch-Germanische Kommission (RGK) Frankfurt a.M.

Palmengartenstraße 10-12

D-60325 Frankfurt a. M.

Tel.: +49 (0)69/97 58 18-0
Fax:+49 (0)69/97 58 18-38
info.rgk@dainst.de

Aufgabe der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) ist die Erforschung, das Sichern, Sammeln und Vermitteln des kulturellen Erbes des Landes Rheinland-Pfalz. Die sechs Direktionen unter dem Dach der GDKE Rheinland-Pfalz sind die frühere Archäologische Denkmalpflege, die frühere Bau- und Kunstdenkmalpflege, die Landesmuseen und Burgen, Schlösser, Altertümer. Sitz der GDKE ist der Erthaler Hof in Mainz.

Generaldirektion Kulturelles Erbe

Schillerstraße 44

Erthaler Hof

55116 Mainz

Die einzelnen Direktionen sind:

Direktion Landesdenkmalpflege

Direktion Landesarchäologie

Direktion Burgen, Schlösser, Altertümer

Kulturzentrum Festung Ehrenbreitstein und Landesmuseum Koblenz

Landesmuseum Mainz

Rheinisches Landesmuseum und Zentrum der Antike Trier

Aufgabe der hessenARCHÄOLOGIE ist die Sicherung und Konservierung der archäologischen und paläontologischen Denkmäler des Landes Hessen. Kooperationen zwischen dem IAW und der hessenARCHÄOLOGIE bestehen über die Forschungen zum Kapellenberg .

Auf zahlreichen Grabungen in Hessen sammeln Studierende des Instituts erste Erfahrungen in der praktischen Denkmalpflege.

hessenARCHÄOLOGIE
Schloss Biebrich / Ostflügel
65203 Wiesbaden
Tel. 0611-6906-131
Fax 0611-6906-137

Im Bereich der Kaiserpfalz Ingelheim wurden 1993 archäologische Forschungen wieder aufgenommen, die der karolingischen Palastanlage sowie deren mittelalterlichen und neuzeitlichen Nachfolgesiedlungen gelten. Zahlreiche Mainzer Studierende haben hier bereits in Praktika mitgearbeitet und tun dies immer noch. Heute ist die Kaiserpfalz Ingelheim touristisch erschlossen, neben einem Museum ist die Forschungsstelle das Zentrum der archäologischen Forschung und Wissensvermittlung.

Kontakt:

Forschungsstelle:

Forschungsstelle Kaiserpfalz

Mainzer Straße 68

55218 Ingelheim am Rhein

Telefon: +49 6132 782-392 / -393 (Mo–Do)

E-Mail: kaiserpfalz(at)ingelheim.de

Museum bei der Kaiserpfalz:

François-Lachenal-Platz 5

55218 Ingelheim am Rhein

Tel: 06132 / 714701
E-Mail: info-museum@ingelheim.de

Mit dem Museum der Stadt Alzey hat das Institut für Vor- und Frühgeschichte in den vergangenen Jahren wiederholt gemeinsame Ausstellungsprojekte gestaltet („Bevor die Römer kamen – Kelten im Alzeyer Land“ im Jahr 2003/2004, „IN ALTEIO – Alzey in der Spätantike“ im Jahr 2006/2007). Darüber hinaus wurden die römischen Bestände des Magazins im Rahmen einer Lehrveranstaltung in einer Bilddatenbank erfasst.

Kontakt:

Museum Alzey

Antoniterstraße 41
55232 Alzey
Fon 06731 495-720
museum@alzey.de

Um die Tätigkeit des Arbeitsbereich Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie über die Grenzen der Verwaltungsvorgaben hinaus zu ermöglichen, gibt es entsprechende Vereine.

Der Förderverein für die Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz e.V. (ehemals Förderverein des Instituts für Vor- und Frühgeschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz e.V.) verfolgt den Zweck, die Lehr- und Forschungstätigkeit des Instituts zu unterstützen. Aus Mitteln des Förderkreises werden Anschaffungen getätigt, die die Infrastruktur des Instituts stärken. Auch Studierende profitieren unmittelbar z.B. durch Druckkostenzuschüsse bei der Publikation von Abschlussarbeiten. Mitglied werden lohnt sich also!

Kontakt:

Förderverein für die Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz e.V.

Vorsitzende: Dr. Birgit Heide

Hegelstr. 59

55122 Mainz

Sparkasse Mainz  BIC: MALADE51MNZ

IBAN: DE83550501200000034801

Förderverein Satzung

Förderverein Beitrittsformular

Der Förderkreis Altsteinzeit e.V. wurde 1984 gegründet und unterstützt die Arbeit des Monrepos Archäologischen Forschungszentrum und Museum für menschliche Verhaltensevolution des Römisch-Germanischen Zentralmuseums. Mitglieder des Förderkreises erhalten Einladungen zu allen Veranstaltungen. Ferner werden für Förderkreismitglieder Exkursionen zu Ausgrabungen und Sonderausstellungen anderer Museen angeboten. Der Förderkreis hat z.Zt. ca. 300 Mitglieder.

Kontakt:

Förderkreis Altsteinzeit e.V.

Vorsitzender: Landrat Rainer Kaul

Geschäftsführer: Boris Quade

Birkenstraße 22

56581 Kurtscheid

Tel. 02631 / 806 46 26

Sparkasse Neuwied (BLZ 574 501 20)

Konto: 53033

Veranstaltungsprogramm für Mitglieder des Förderkreises

Adresse

Arbeitsbereich Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie

des Instituts für Altertumswissenschaften

Hegelstraße 59 (3. und 4. OG)

55122 Mainz

Tel.: +49 (0) 6131/39-30009

Sekretariat Montag bis Donnerstag: 7.00-11.30

4. OG Zimmer 04-204

Studienfachberatung